Expansion auf dem US-Markt geplant: Ratiopharm erwartet weitere Zusammenschlüsse

Expansion auf dem US-Markt geplant
Ratiopharm erwartet weitere Zusammenschlüsse

Die Hersteller von Nachahmer-Medikamten stehen nach Ansicht von Ratiopharm vor einer Konsolidierung. Nach der Hexal-Übernahme werden weitere Firmen sich zusammenschließen.

HB BERLIN. Das Pharmaunternehmen Ratiopharm erwartet nach der Übernahme von Hexal durch den Schweizer Novartis-Konzern eine Konsolidierung unter den Herstellern von Nachahmer-Medikamenten, den so genannten Generika. «Die Konsolidierung unserer Branche wird nun erst richtig losgehen, und zwar mit erhöhtem Tempo», sagte Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht dem Magazin «Spiegel». Er geht davon aus, dass weitere deutsche Generika-Hersteller von global operierenden Pharmafirmen übernommen werden.

Für Ratiopharma sieht Albrecht dabei keine Gefahr. Zwar sei das Unternehmen eine «attraktive Beute». Ratiopharm sei aber vor Überraschungen sicher, weil es nicht börsennotiert ist. Darüber hinaus begrüßt er die Übernahme von Hexal und den Zusammenschluss von Hexal mit der Novartis-Generikatochter Sandoz: «So ein großer Mitspieler im Boot kann sogar von Vorteil sein. Jetzt können wir unsere Interessen gegenüber der Politik wirkungsvoller vertreten», sagte Albrecht weiter.

Novartis hatte zu Wochenbeginn die Übernahmen von Hexal bekannt gegeben. Die Schweizer erwarben damit auch die Hexal-Beteiligung am stark wachsenden amerikanischen Generikaunternehmen Eon Labs. Ratiopharm wolle zwar angesichts der Schwäche auf dem US-Markt dort expandieren. «Aber nicht um jeden Preis und nicht auf Druck von außen», sagte Albrecht.

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