Expansion im Dollar-Raum
BMW plant zweites Werk in Nordamerika

Die Erweiterung des Werks in Spartanburg ist beschlossen, den BMW-Managern ist das aber offenbar noch nicht genug. Nach Informationen des Handelsblatts plant der Münchener Autobauer ein weiteres Werk in Übersee.
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MünchenDer Autobauer BMW macht Tempo beim Ausbau seines weltweiten Produktionsnetzwerks. Nach der Erweiterung der Fabrik in South Carolina prüft der Konzern intensiv den Bau eines zweiten großen Werks in Übersee, der Favorit ist Mexiko.

Der neue Standort, der BMW mindestens eine Milliarde Dollar kosten wird, soll für den Bau von Kompaktautos der Einser- und Dreier-Reihe sowie für den Mini genutzt werden. Konzernkreisen zufolge ist eine Entscheidung im Aufsichtsrat noch nicht gefallen, doch das Gremium wird sich im zweiten Halbjahr mit dem Thema befassen.

Mit dem Ausbau in Spartanburg und dem nun angedachten neuen Werk will BMW sein Produktionsvolumen in Nordamerika von heute 300.000 Autos auf mehr als 600.000 Autos pro Jahr verdoppeln. Damit kommt der Konzern seinem Ziel sehr nahe, bis 2020 weltweit mindestens 2,5 Millionen Autos zu verkaufen und damit Marktführer vor Audi und Mercedes zu bleiben.

BMW will die Pläne offiziell nicht kommentieren. Konzernchef Norbert Reithofer bestätigte aber vergangene Woche, dass sich das Unternehmen neue Standorte anschaue. „Unsere Pläne reichen bis in das Jahr 2020 und darüber hinaus“, sagte der BMW-Chef. Gründe für einen weiteren Ausbau im Dollar-Raum gibt es reichlich: Der US-Automarkt wächst deutlich schneller als der europäische, außerdem macht der hohe Euro-Kurs den Export der margenschwachen Kompaktklasse wenig attraktiv. Konkurrent Daimler produziert die C-Klasse in Alabama, Audi baut ein Werk in Mexiko.

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  • Für Amerika könnte BMW auch einen Mini als Stadtwagen konzipieren, der vom Aufbau her etwas einfacher ist. Schnelles Kurvenfahren ist in der Stadt nicht möglich.

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