Expansion im Dollar-Raum

BMW plant zweites Werk in Nordamerika

Die Erweiterung des Werks in Spartanburg ist beschlossen, den BMW-Managern ist das aber offenbar noch nicht genug. Nach Informationen des Handelsblatts plant der Münchener Autobauer ein weiteres Werk in Übersee.
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BMW baut mit einer Ausnahme die Modelle der X-Baureihen in den USA. Bald könnten auch Autos der Einser- und Dreier-Reihe in einem neuen Werk in Mexiko produziert werden. Quelle: Reuters

BMW baut mit einer Ausnahme die Modelle der X-Baureihen in den USA. Bald könnten auch Autos der Einser- und Dreier-Reihe in einem neuen Werk in Mexiko produziert werden.

(Foto: Reuters)

MünchenDer Autobauer BMW macht Tempo beim Ausbau seines weltweiten Produktionsnetzwerks. Nach der Erweiterung der Fabrik in South Carolina prüft der Konzern intensiv den Bau eines zweiten großen Werks in Übersee, der Favorit ist Mexiko.

Der neue Standort, der BMW mindestens eine Milliarde Dollar kosten wird, soll für den Bau von Kompaktautos der Einser- und Dreier-Reihe sowie für den Mini genutzt werden. Konzernkreisen zufolge ist eine Entscheidung im Aufsichtsrat noch nicht gefallen, doch das Gremium wird sich im zweiten Halbjahr mit dem Thema befassen.

Mit dem Ausbau in Spartanburg und dem nun angedachten neuen Werk will BMW sein Produktionsvolumen in Nordamerika von heute 300.000 Autos auf mehr als 600.000 Autos pro Jahr verdoppeln. Damit kommt der Konzern seinem Ziel sehr nahe, bis 2020 weltweit mindestens 2,5 Millionen Autos zu verkaufen und damit Marktführer vor Audi und Mercedes zu bleiben.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 68.301 verkaufte Fahrzeuge*
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist zwar um 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Das reicht aber noch für die Top Ten.

*Stand: Gesamtjahr 2016, Quelle: BMW Geschäftsbericht

Platz 9 - BMW 4er - 133.272 verkauft Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeuge Der Absatz ist zwar um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Das reicht aber noch für Platz neun.

Platz 8 - BMW X3 - 157.017 verkaufte Fahrzeuge
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Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Der Bestseller konnte aber seinen Absatzknick aus dem Vorjahr ausbügeln – die Verkäufe legten wieder um 13,9 Prozent zu.

Platz 7 - BMW X5 - 166.219 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Der dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr sank der Absatz des Modells jedoch leicht um ein Prozent.

Platz 6 - BMW 1er - 176.032 verkaufte Fahrzeuge
5 von 10

Beim Kleinen wagen die Münchener bald den Tabubruch. Das aktuelle Facelift ist der letzte mit Heckantrieb. Der Absatz sank 2016 aber um gut drei Prozent.

Platz 5 - BMW 2er - 196.183 verkaufte Fahrzeuge
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In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start legen auch 2016 die Verkaufszahlen erneut um ein Viertel zu.

Platz 4 - Mini Cooper - 198.373 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Nach einem starken Sprung 2015 ließen in diesem Jahr aber die Verkäufe wieder um rund zehn Prozent nach.

BMW will die Pläne offiziell nicht kommentieren. Konzernchef Norbert Reithofer bestätigte aber vergangene Woche, dass sich das Unternehmen neue Standorte anschaue. „Unsere Pläne reichen bis in das Jahr 2020 und darüber hinaus“, sagte der BMW-Chef. Gründe für einen weiteren Ausbau im Dollar-Raum gibt es reichlich: Der US-Automarkt wächst deutlich schneller als der europäische, außerdem macht der hohe Euro-Kurs den Export der margenschwachen Kompaktklasse wenig attraktiv. Konkurrent Daimler produziert die C-Klasse in Alabama, Audi baut ein Werk in Mexiko.

  • fas
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  • Für Amerika könnte BMW auch einen Mini als Stadtwagen konzipieren, der vom Aufbau her etwas einfacher ist. Schnelles Kurvenfahren ist in der Stadt nicht möglich.

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