Expansion in Asien
Schott verdreifacht Gewinn

Der Mainzer Spezialglas-Hersteller Schott hat sein Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der Konzentration auf Kerngeschäfte kräftig gesteigert und will nun vor allem in Asien expandieren.

HB FRANKFURT. „Der eingeleitete Modernisierungsprozess und der Ausbau der Zukunftsgeschäfte hat unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert“, erklärte Vorstandschef Udo Ungeheuer am Mittwoch zum Geschäftsjahr 2004/2005 (Ende September). Wichtige Ziele seien erreicht oder sogar übertroffen worden. Schott kam auf einen Jahresüberschuss von 54 Mill. Euro nach 16 Mill. Euro 2003/2004. Auch für die weitere Geschäftsentwicklung gab sich der Vorstand optimistisch. Schott strebe ein dauerhaftes Wachstum von Umsatz und Ertrag an, hieß es.

Das Unternehmen hatte sich zuletzt von Randgeschäften und weniger rentablen Aktivitäten getrennt. Der Konzernumsatz sei daher auf 1,925 Mrd. Euro zurückgegangen von 2,023 Mrd. Euro vor Jahresfrist, teilte Schott mit. Inzwischen konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf die Bereiche Haustechnik, Optik, Spezialglasröhren und Pharmaverpackungen sowie auf Komponenten für die Autobranche.

Zudem setzt Schott auf die beiden Zukunftsbereiche Solartechnologie und Display-Glas. Seit dem 1. Oktober 2005 ist Schott vollständiger Eigner des vordem mit dem Energieriesen RWE geführten Joint Ventures Schott Solar. Im Bereich Display-Glas errichte Schott mit einem Partner südlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eine Fabrik zur Nachbearbeitung von Dünnglas. Zudem sollen die Kapazitäten am Standort Jena deutlich ausgebaut werden. Nächstes Jahr würden in diese beiden Vorhaben 150 Mill. Euro investiert. 450 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Beim angestrebten raschen Ausbau seiner Marktstellung in der Wachstumsregion Asien kommt der Konzern nach eigenen Angaben gut voran. Dazu zählten neue Fertigungen für Elektronik-Komponenten in Singapur, eine Produktionserweiterung in Indien sowie der kommendes Jahr beginnende Aufbau einer Fabrik in China für pharmazeutische Glasverpackungen. Ziel von Schott ist es, bis 2010 den Anteil der Region Asien am gesamten Konzernumsatz auf 30 Prozent zu verdoppeln.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Schott 235 Mill. Euro in Sachanlagen. 150 Mill. Euro flossen davon nach Deutschland. Schott gehört wie auch die Schwesterfirma Carl Zeiss zu 100 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung.

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