Expansion in China
Hyundai bläst zur Attacke auf VW

Expansion im Reich der Mitte: Hyundai will zwei neue Fabriken in China bauen – und seine lokale Produktion so um rund 50 Prozent steigern. Der südkoreanische Autohersteller macht damit Jagd auf die Konkurrenz.
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PekingDas Wachstum in China verlangsamt sich, doch die Autohersteller stört das wenig. Nun hat der koreanische Hersteller Hyundai angekündigt, im Reich der Mitte gleich zwei neue Fabriken zu bauen. Damit würden die Südkoreaner ihre Produktion um 57 Prozent steigern. Ähnliche Pläne verfolgen auch Volkswagen und General Motors. Mit seiner Ankündigung bläst Hyundai nun zur Jagd auf die beiden Konzerne.

Die Produktionsstätten in Cangzhou in der Provinz Hebei und Chongqing sollen im zweiten Halbjahr 2016 ihren Betrieb aufnehmen, hieß es in einer Mitteilung von Hyundais lokalem Partner BAIC am Dienstag. Demnach würden in beiden Fabriken jährlich 300.000 Autos vom Band laufen. Eine Investitionssumme nannte BAIC nicht. Das Unternehmen baut auch mit Daimler in einem Joint-Venture gemeinsame Autos.

Mit seinen Plänen reagiert Hyundai auf die anhaltend hohe Nachfrage in China. Genau wie die Konkurrenten Volkswagen und General Motors verkaufen auch die Südkoreaner immer mehr Autos im Land der Mitte. Bisher betreibt Hyundai bereits drei Fabriken in China. Gemessen an den Verkäufen ist das Unternehmen dort der viertgrößte ausländische Autohersteller.

Auch die Schwestergesellschaft Kia, an der Hyundai rund 33 Prozent hält, wird in China expandieren. Das Unternehmen plant eine Erweiterung seiner dritten Produktionsstätte in der Jiangsu Provinz. Ab 2016 sollen dort jährlich 450.000 Autos statt wie bisher 300.000 produziert werden.

Obwohl sich das Wachstum am chinesischen Automarkt verlangsamt habe, sei es immer noch ein „Schlüsselmarkt“, sagte der Analyst Shin Chung Kwan von KB Investment & Securities. Hyundai werde davon durch die erhöhten Kapazitäten profitieren.

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