Expansion in Osteuropa
Heidelberg Cement setzt Einkaufstour fort

Der größte deutsche Baustoffkonzern Heidelberg Cement ist auf dem Weg seine Renditeziele schneller als erwartet zu erreichen. Geplant sind auch weitere Zukäufe im Ausland – vor allem in Osteuropa und Zentralasien.

HEIDELBERG. „Vielleicht kommen wir dem Ziel schon 2006 sehr nahe“, sagte Vorstandschef Bernd Scheifele dem Handelsblatt.Spätestens bis 2007 will der seit knapp eineinhalb Jahren amtierende Vorstandschef eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 17 bis 20 Prozent erreichen.

Damit würde der deutsche Marktführer auch zur Profitabilität der großen Konkurrenten Lafarge und Holcim aufschließen. „Den Kostenvorteil der Konkurrenz von fünf Euro je Tonne Zement haben wir auf zwei bis zweieinhalb Euro verringert“, sagt Scheifele. Seine bisherige Prognose von einem zweistelligen Wachstum bei Umsatz und Ergebnis bestätigte er: „Wir haben unsere Produktion um knapp 19 Prozent gesteigert“.

Branchenanalyst Erhard Schmitt von Helaba Trust sieht „anerkennenswerte Restrukturierungserfolge“ bei Heidelberg Cement, rechnet aber 2007 mit erhöhten Risiken wegen der Überhitzung der US-Baukonjunktur und Zinssteigerungen. Der Heidelberg-Cement-Chef erwartet in den USA eher regionale Probleme als einen landesweiten Einbruch.

Scheifele gehört zu den engen Vertrauten von Adolf Merckle, der 78 Prozent der Aktien hält. Vorher formte der 48-Jährige aus mehreren Pharmahändlern den Phoenix-Konzern, der Nummer eins in Deutschland. Scheifele ist heute noch Aufsichtsratschef bei Phoenix, das ebenfalls zum Merckle-Imperium gehört.

Obwohl die Produkte Zement und Medikamente sehr unterschiedlich sind, sieht Scheifele Parallelen im Geschäft. Jeweils sei das Produkt „me too“ und von Konkurrenten leicht ersetzbar. In beiden Fällen gehe es deshalb um Kostenführerschaft. Niederlassungen im Pharmahandel dürften ebenso wie Zementwerke nicht weiter als 200 Kilometer vom Kunden entfernt sein. Transportlogistik sei jeweils der Schlüssel zum Erfolg, auch wenn es bei Zement um Gewicht und bei Pharmahandel um die Verfügbarkeit gehe.

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