Expansion in Osteuropa und China
Gerry Weber verzeichnet leichte Rückgänge

Der Modekonzern Gerry Weber hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/ 2004 (zum 31. Oktober) leichte Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen müssen. Die Auftragseingänge konnte der Bielefelder Konzern aber steigern. An seinen Prognosen für das Geschäftsjahr hält Gerry Weber fest.

HB DÜSSELDORF. Die Umsatzerlöse seien im ersten Quartal (zum 31. Januar) von 85,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 81,9 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Gerry Weber am Montag mit. Der vierprozentige Umsatzrückgang resultiere aus der Einstellung der Marken „Yomanis“ und „Court One“. Das Betriebsergebnis (Ebit) habe 5,1 (Vorjahr: 5,2) Millionen Euro betragen. Unter dem Strich verdiente Gerry Weber 2,6 (2,9) Millionen Euro.

Die im SDax notierte Aktie legte am Vormittag 0,6 Prozent auf 7,60 Euro zu. Die Auftragseingänge konnte der Konzern hingegen um rund drei Prozent auf 152,9 (148,7) Millionen Euro steigern. Gerry Weber bekräftigte seine Prognose, angesichts verbesserter Konzern- und Kostenstrukturen im laufenden Geschäftsjahr eine Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von acht Prozent nach 7,1 Prozent im Vorjahr erzielen zu wollen. Der Umsatz werde 2003/04 wohl etwas über dem Vorjahreswert von 350 Millionen Euro liegen.

Die aggressiv gepreisten Einzelteile der Gerry-Weber-Linie, die bisher ausschließlich in den „Houses of Gerry Weber“ angeboten wurden, würden ab Frühjahr 2004 auch an den übrigen Handel ausgeliefert, womit der Absatz dieser Linie erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres voll umsatzwirksam werde, hieß es weiter.

Seit Anfang 2003 wird kräftig gespart

Gerry Weber war anders als etwa der Luxusmode-Konzern Escada, der hohe Verluste verbuchte, erst Anfang 2003 von der Konjunkturflaute erfasst worden. Daraufhin verordnete sich der Anbieter von Damenmode einen harten Sparkurs. Neben der Aufgabe von wenig rentablen Marken wurden Geschäftsbereiche wie etwa die Logistik ausgelagert und so die Konzernstrukturen gestrafft.

Ab dem Geschäftsjahr 2004/05 wolle der Modekonzern wieder verstärkt wachsen, hieß es weiter. Dazu wolle Gerry Weber auch im Ausland expandieren. Zielmärkte seien dabei etwa die EU-Beitrittsländer in Osteuropa. Ende 2004 will Gerry Weber mit der Eröffnung eines ersten Gerry Weber-Stores in Peking den Schritt in den chinesischen Wachstumsmarkt wagen.

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