Expansion
Lafarge kauft ägyptischen Rivalen

Der weltgrößte Zementhersteller Lafarge will den ägyptischen Konkurrenten Orascom Cement für 8,8 Milliarden Euro übernehmen. Um das Geschäft zu stemmen, muss sich der französische Konzern von eigenen Anteilen trennen.

HB PARIS. Der weltgrößte Zementhersteller Lafarge will den ägyptischen Konkurrenten Orascom Cement für 8,8 Milliarden Euro kaufen. Dadurch sichere sich der Konzern eine führende Position im Nahen Osten, zudem werde das Geschäft in Wachstumsmärkten gestärkt, teilte Lafarge am Montag mit. Durch die Übernahme erhofft sich der Zementhersteller jährliche Einsparungen von 150 Millionen Euro. Das Geschäft solle vom ersten Jahr an profitabel sein.

Der ägyptische Geschäftsmann Nassef Sawiris erhält der Vereinbarung zufolge einen Anteil von mehr als elf Prozent an Lafarge und zieht zudem in den Verwaltungsrat ein. Der Erlös aus dem Verkauf solle zum größten Teil an die Orascom -Aktionäre gehen, sagte er. Die Aktien der Muttergesellschaft Orascom Construction Industries legten zunächst mehr als sechs Prozent zu, notierten im Mittagshandel jedoch 1,37 Prozent schwächer. Die Lafarge -Papiere gewannen dagegen mehr als zehn Prozent.

Lafarge übernimmt Orascom -Schulden von 1,4 Milliarden Euro. Der Zukauf werde zum größten Teil durch Kredite finanziert, hieß es weiter. Dazu kommen 2,8 Milliarden Euro durch die Ausgabe neuer Aktien an Sawiris. Das Geschäft solle im ersten Quartal 2008 abgeschlossen sein.

Analysten bewerteten die Übernahme positiv. Besonders der Zugang zu Wachstumsmärkten bedeute für Investoren eine gute Nachricht, sagte Jacques Tissier, Fondsmanager bei Stratege Finance. Bis 2010 will der französische Konzern nach eigenen Angaben 65 Prozent seines operativen Gewinns (EBITDA) in Schwellenländern erwirtschaften, verglichen mit 45 Prozent im laufenden Jahr.

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