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Expansion: VW bläst zum Großangriff auf Amerikas Automarkt

VW steuert in den USA auf eine halbe Million verkaufte Wagen pro Jahr zu. Gegenüber 2010 konnte der Konzern den Absatz in den vergangenen zwölf Monaten um 23 Prozent steigern. Der Vorstand hat sich noch mehr vorgenommen.

Das VW-Werk in Chattanooga hat seinen Betrieb mit sehr guten Zahlen begonnen. Quelle: Reuters
Das VW-Werk in Chattanooga hat seinen Betrieb mit sehr guten Zahlen begonnen. Quelle: Reuters

New YorkVolkswagen knüpft dank der Erholung in den USA an frühere Erfolge in Nordamerika an. Der Konzern kündigte am Sonntag an, er erwarte 2012 abermals ein zweistelliges Absatzwachstum und wolle in diesem Jahr mehr als 500.000 Fahrzeuge an die US-Kundschaft ausliefern.

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Zuletzt hatten die Wolfsburger vor 39 Jahren so viele Autos in den USA verkauft. VW hatte im vergangenen Jahr ein neues Werk in Chattanooga eröffnet und zur Aufholjagd geblasen. Im dem Werk im US-Bundesstaat Tennessee rollt der speziell für den US-Geschmack entwickelte Mittelklassewagen Passat vom Band. Nach Angaben von Werkschef Frank Fischer ist die Startphase der auf mindestens 150.000 Autos pro Jahr ausgelegten Fabrik weitgehend abgeschlossen. Der VW-Konzern mit Marken wie VW, Audi, Skoda und anderen will bis 2018 der größte Autohersteller der Welt werden und mehr als zehn Millionen Autos im Jahr verkaufen. 2010 waren es knapp über sieben Millionen.

Im abgelaufenen Jahr hatte die Kernmarke VW in den USA 324.400 Fahrzeuge losgeschlagen , 26 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zu dem Plus trug auch der Jetta bei, der im mexikanischen Werk in Puebla produziert und von dort in die USA exportiert wird. 2011 hatte die Vertriebsgesellschaft von Volkswagen of America erstmals seit 2003 operativ schwarze Zahlen geschrieben. Ab 2013 soll auch das Werk in Chattanooga Gewinn machen.

Die Oberklassetochter Audi erwägt ebenfalls eine Produktion in Nordamerika. Im vergangenen Jahr steigerte die VW-Tochter auf dem wichtigen US-Markt ihren Absatz um knapp 16 Prozent auf 117.000 Einheiten, sie liegt damit aber noch weit hinter den beiden Rivalen BMW und Daimler. Insgesamt lieferte die Volkswagen Group of America mit den Marken VW, Audi, Bentley und Lamborghini im vergangenen Jahr in Nordamerika 444.000 Fahrzeuge aus, 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Der Konzern will in den nächsten Jahren mit dann weltweit mehr als zehn Millionen verkauften Fahrzeugen Toyota und GM hinter sich lassen und an die Weltmarktspitze rücken. Im vergangenen Jahr hat Volkswagen - zur Zeit auf Weltrang zwei hinter GM - wahrscheinlich mehr als acht Millionen Wagen losgeschlagen. Die endgültigen Zahlen sollen auf der Automesse in Detroit bekannt gegeben werden, die am Montag beginnt. Um sein Ziel zu erreichen, an die Weltmarktspitze zu rücken, muss Volkswagen neben China und Europa auch in den USA deutlich mehr Autos verkaufen als bisher.

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