Experten bezweifeln Beteiligung an Erdölgeschäft
Eon will sich an Erdgasförderung in Russland beteiligen

Deutschlands größter Energiekonzern Eon will sich an der Erdgas-Förderung in Russland erstmals direkt beteiligen. Gegenwärtig werde geprüft, ob Eon mit dem russischen Energiekonzern Gazprom eine große Erdgas-Lagerstätte erschließt, sagte ein Eon-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf auf Anfrage.

HB DÜSSELDORF/MOSKAU. Die gemeinsame Gasförderung sei eines von mehreren Projekten, die die Eon AG und Gazprom derzeit prüften. Erdgas ist einer der wichtigsten Energieträger Westeuropas mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten.

Die Vorstandsvorsitzenden der OAO Gazprom, Alexej Miller, der Eon AG, Wulf H. Bernotat und der Eon Ruhrgas AG, Burckhard Bergmann, hatten sich Anfang des Monats in Moskau getroffen. Nach einer Mitteilung der Eon AG sind neben einer Zusammenarbeit bei der Gasförderung in Russland auch der Gastransport nach Europa, die Stromerzeugung in Russland sowie der Ausbau der Infrastruktur zur Vermarktung von Erdgas und Strom in Europa weitere Gesprächsthemen.

Eon ist durch die Übernahme von Ruhrgas mit rund 6,5 Prozent an Gazprom beteiligt. Der Düsseldorfer Energieriese will in seinem Kerngeschäft auf der gesamten Wertschöpfungskette vom Stromkraftwerk bis zur Steckdose und vom Bohrloch bis zum Gasherd vertreten sein.

Russische Medienberichte, wonach Eon den Einstieg ins russische Erdölgeschäft plane, wurden in Düsseldorf am Mittwoch nicht bestätigt. „Wir kommentieren das nicht“, sagte der Eon-Sprecher. Zu Gerüchten aus Moskau über ein angebliches Treffen der Eon-Spitze an diesem Mittwoch in Frankfurt mit dem Chef des russischen Gasriesen Gazprom, an dem Eon mit 6,5 Prozent beteiligt ist, wollte er ebenfalls keinen Kommentar abgeben.

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