Ferdinand Dudenhöffer: „Chinas Einstieg wäre nicht schlecht“
Mercedes bringt im Herbst die völlig neue A-Klasse; sie ist eine wesentliche Säule für das Wachstum. Mit der A-Klasse wird Mercedes seine Verkäufe deutlich steigern und Audi im Jahr 2013 überholen. Die A-Klasse wird im neuen Werk in Ungarn gefertigt und profitiert von der Kooperation mit Renault-Nissan. Smart, das Langzeitproblem, hat gute Chancen, durch die Kooperation mit Renault-Nissan mit niedrigeren Kosten und breiterer Modellpalette ab 2013 die Kurve zu kriegen. Das dürfte früher sein als der oft versprochene Turnaround bei Seat. Die Nutzfahrzeugsparte hat neulich das neue Indien-Werk eröffnet, die Trucks sind in China und Russland gut positioniert. Die Einschätzung von Daimler-Chef Zetsche – „Unsere beste Zeit kommt noch“ – ist nicht verkehrt.
Wir brauchen also keine abenteuerlichen Szenarien, wie etwa das Nutzfahrzeuggeschäft zu verkaufen, um den Ausstieg von Abu Dhabi zu verkraften. Heute sind die Chinesen auf Einkaufstour. Bei den Zulieferern wurde schon kräftig zugekauft. Es wäre nicht das Schlechteste, wenn das zukünftige Mutterland des Autos, China, stärker bei Daimler einsteigt. China hat mehr Charme als das Wüsten-Emirat Abu Dhabi.