Experten rechnen mit Beteiligungsverkäufen - Zetsche sieht noch harten Weg vor Mercedes
Stellenabbau beschleunigt Konzernumbau bei Daimler

Der Autohersteller Daimler-Chrysler beschleunigt angesichts des geplanten kostspieligen Stellenabbaus bei der wichtigsten Sparte Mercedes den Umbau des Konzerns. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen setzt Daimler nun alles daran, den Verkauf des Tochterunternehmens MTU Friedrichshafen möglichst noch im laufenden Jahr abzuwickeln.

hz FRANKFURT.Daneben erwägt Daimler, auch den Verkauf von Gebäuden und Liegenschaften schneller voranzutreiben. Der Hersteller steht nach Ansicht von Experten unter Druck, weitere Desinvestitionen vorzunehmen, um die Kosten von fast einer Milliarde für den Jobabbau abzufedern.

Der neue Mercedes-Chef Dieter Zetsche machte klar, dass Daimler noch vor einer harten Wegstrecke stehe. „Unsere Kosten liegen in allen Bereichen deutlich über denen anderer Hersteller“, begründete Zetsche auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen die Einschnitte. Mercedes habe Kapazitäten für steigende Stückzahlen aufgebaut, die angesichts der aktuellen Marktlage deutlich zu hoch seien.

Daimler hatte einen Tag zuvor angekündigt, 8 500 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen. 950 Mill. Euro hat der Aufsichtsrat dafür an Kosten veranschlagt. Das Geld fließt überwiegend in ein üppiges Abfindungsprogramm. Freiwillig ausscheidende Mitarbeiter bekommen laut Unternehmenskreisen bis zu 275 000 Euro. Die Kosten des Stellenabbaus werden bereits weitgehend im vierten Quartal verbucht, sollen aber durch eine Verbesserung des operativen Geschäfts sowie außerordentlicher Erträge kompensiert werden. Dies erhöht die Dringlichkeit, rasch weiteres Geld in die Kassen zu spülen.

Daimler-Manager machen keinen Hehl daraus, dass nun schnellstmöglich in einem Bieterverfahren nach einem langfristig orientierten Investor für die Tochter MTU Friedrichshafen gesucht werde. Als aussichtsreicher Kandidat gilt der Münchner Mischkonzern MAN, der sich erst unlängst wieder in den Bieterwettbewerb zurückgemeldet hatte.

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