Explosionsschutz-Spezialist
RAG-Stiftung steigt bei R. Stahl ein

Die milliardenschwere RAG-Stiftung sucht seit einiger Zeit auch Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen. Jetzt übernimmt sie zehn Prozent am Explosionsschutz-Spezialisten R. Stahl.
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FrankfurtWenige Monate nach der Abwehr einer feindlichen Übernahme holt sich der Explosionsschutz-Spezialist R. Stahl die RAG-Stiftung als neuen Ankeraktionär an Bord. Die Stiftung übernimmt zehn Prozent an dem Unternehmen aus Waldenburg, wie R. Stahl am Donnerstag mitteilte. Die Aktien hatte R. Stahl bisher im eigenen Bestand gehalten, um sie für Übernahmen einzusetzen. Der Verkauf an einen langfristig orientierten Investor sei aber der „weitaus bessere Verwendungszweck“, erklärte der Vorstand nun. Das Paket ist an der Börse gut 25 Millionen Euro wert.

Die Gründerfamilien von R. Stahl halten 51 Prozent. Der westfälische Elektrotechnik-Konzern Weidmüller war an ihrem Widerstand mit seinem Versuch gescheitert, R. Stahl zu schlucken.

Die milliardenschwere RAG-Stiftung soll für die Folgekosten des 2018 auslaufenden subventionierten Steinkohleabbaus in Deutschland aufkommen. Ihr gehört die Mehrheit am Chemieriesen Evonik, sie sucht aber seit einiger Zeit auch Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen, Zuletzt hatte sie den Großzelt-Hersteller Röder Zeltsysteme aus dem hessischen Büdingen gekauft und war mit einem Minderheitsanteil beim Online-Tierfutterhändler Zooplus eingestiegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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