Export in die USA
GM pusht Opel

Opel winken weitere Aufträge seines Mutterkonzerns General Motors für den US-Markt. Nach dem kompakten Astra könnte nun auch der Mittelklassewagen Vectra in Übersee verkauft werden. Denn die Amerikaner finden Gefallen an den sparsamen deutschen Modellen. Im Gegenzug produzieren die US-Werke einen Wagen für Europa.

FRANKFURT. „Ich kann nicht ausschließen, dass auch eine Variante des nächsten Saturn Aura in Rüsselsheim oder anderswo in Europa gebaut wird“, sagte GM-Europa-Präsident Carl-Peter Forster am Rande der Handelsblatt-Autotagung in Frankfurt. GM hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass der Opel Astra künftig auch in den USA verkauft wird – dort unter dem amerikanischen Markennamen Saturn. Der Saturn Aura würde viele Komponenten vom neuen Opel Vectra übernehmen, der von 2008 an in Rüsselsheim gefertigt wird.

Für die unter Überkapazitäten leidenden Opel-Werke ist dies ein weiterer Hoffnungsschimmer. Wenn nun auch das Mittelklassemodell Aura in Europa für die USA gebaut würde, verbesserte dies die Auslastung der europäischen Werke.

Forster betonte allerdings, dass der Export im Volumensegment nicht „der Königsweg“ sei, um in Europa die Beschäftigung zu sichern. „Unsere Probleme können wir nicht einseitig lösen.“ Es werde deshalb auch den umgekehrten Weg geben. Der Opel Roadster GT, der nächstes Frühjahr auf den Markt kommt, werde zum Beispiel in den USA gefertigt.

GM hatte vor zwei Jahren angekündigt, dass Opel und die GM-US-Marke Saturn zu Schwestermarken ausgebaut werden. GM kämpft auf dem amerikanischen Heimatmarkt seit geraumer Zeit mit Absatzproblemen. Grund ist vor allem, dass auch US-Käufer angesichts der hohen Benzinpreise den Sprit schluckenden, großen Geländewagen und Pick-ups den Rücken kehren und verstärkt kleinere und sparsamere japanische Autos kaufen. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hatte jüngst angeregt, auch den Opel Corsa in den USA anzubieten.

Erstmals nach sechs Jahren mit hohen Verlusten und einer harten Sanierung wird der größte US-Autobauer in diesem Jahr in Europa laut Unternehmenskreisen voraussichtlich einen Gewinn im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen. Das Ende der Fahnenstange beim Profit sieht Forster darin allerdings noch nicht erreicht: „Ich gehe davon aus, dass Rick Wagoner erwartet, dass wir auch 2007 eine Ergebnisverbesserung liefern werden.“

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