Exportanteil soll steigen
Hochwald räumt auf

Um sich auf dem hart umkämpften Milchmarkt zu behaupten, will die Hochwald-Nahrungsmittel-Gruppe Produktionen zusammenlegen.

HB THALFANG. „Wir müssen Doppelproduktionen abschaffen“, sagte Hochwald-Chef Karl-Heinz Engel am Freitag in Thalfang. Ob und welche Bereiche geschlossen würden, wollte Engel nicht sagen. Nach der Fusion mit der Starmilch-Molkerei Fulda zu Jahresbeginn werde Hochwald im laufenden Jahr den erwarteten Umsatz von rund einer Milliarde Euro erzielen. Die Milchverarbeitung werde voraussichtlich rund 1,8 Mrd. Kilogramm umfassen.

2004 war der Umsatz um rund 18 Prozent auf 832 Mill. Euro gestiegen. Zudem will Hochwald den Exportanteil weiter ausbauen, der derzeit bei 26 Prozent liegt. Angestrebt werde ein Plus von einem Prozent pro Jahr. Im Visier der Milchverarbeiter sind der Nahe Osten, Nordafrika, die Karibik und Südostasien. „Nirgendwo sind die Verbraucherpreise so verhagelt wie in Deutschland“, klagte Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jürgen Sehn.

Als zentrale Standorte des drittgrößten deutschen Milchverarbeiters werden Engel zufolge Kaiserslautern, Erftstadt bei Köln und Hungen bei Gießen ausgebaut. In Kaiserslautern solle die H-Milch-Produktion, in Hungen die Frischmilch- und in Erftstadt die Kondensmilch- und Sprühsahneproduktion konzentriert werden. Es werde Verlagerungen in der Gruppe geben, etwa die Frischmilchabteilung von Saarbrücken nach Hungen.

„Jeder Standort steht zur Diskussion, wenn er kein positiven Beitrag zum Milchauszahlungspreis liefert“, sagte Sehn. Hochwald bezieht Milch von rund 7500 Milchlieferanten in Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bayern und Niedersachsen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%