Exportgeschäft wächst beständig
Bahnindustrie sucht neue Mitarbeiter

Nach langer Durststrecke schafft die deutsche Bahnindustrie in diesem Jahr erstmals wieder neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten ist im ersten Halbjahr um fünf Prozent gestiegen, ermittelte die Unternehmensberatungsfirma SCI Verkehr in ihrem vierteljährlich erstellten „Branchenbarometer Bahn“. Grund seien beständig wachsende Auftragsbestände.

ek DÜSSELDORF. Die Branche hat nach Angaben des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland gut 40 000 Arbeitsplätze. Neben den großen Konzernen Bombardier, Siemens und Alstom gibt es zahlreiche Nischenanbieter und Zulieferer. Bis vergangenes Jahr waren in den Betrieben in etwa so viele Stellen abgebaut worden wie nun neu geschaffen wurden.

„Die positive Marktentwicklung spiegelt sich bei uns im Auftragseingang wider, der für das zweite Quartal ein Plus von 75 Prozent und für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Zuwachs von 99 Prozent ausweist“, bestätigte ein Sprecher der Siemens-Sparte Transportation Systems die Branchenanalyse. Nach wie vor sei Investitionszurückhaltung im Inland zu beobachten, dafür aber wachse das Auslandsgeschäft, vor allem in China, den USA und Indien, ergänzte ein Sprecher des Nischenanbieters Vossloh.

Doch auch im Inland macht Klaus Baur, Chef von Bombardier Transportation Deutschland, eine bessere Stimmung aus. „Dazu hat der wachsende Schienengüterverkehr beigetragen. Denn dieser erfordert neue Triebfahrzeuge, und das bedeutet neue Aufträge für die Industrie.“ Zudem begünstige die wachsende Nachfrage im Personenverkehr der Bahnen das Geschäft der Industrie.

Vier von zehn der von SCI Verkehr befragten Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, ergab das Branchenbarometer. Optimismus auch für die nächsten Monate, was die Arbeitsplätze betrifft: 30 Prozent der Firmen rechnen mit wachsender Beschäftigung.

„Zur Nachfrage-Steigerung tragen sowohl die stärkere Präsenz der deutschen Bahnunternehmen auf den Auslandsmärkten als auch die positive Entwicklung auf dem heimischen Markt bei“, stellte SCI-Geschäftsführerin Maria Leenen fest. So habe der Infrastrukturausbau vor der Fußballweltmeisterschaft zu einer Sonderkonjunktur geführt.

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