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Exportindustrie: Maschinenbauer warnen vor Scheitern des Euro

Die vom Export geprägten deutschen Maschinenbauer sehen die Euro-Krise mit Sorge. Der Branchenverband warnt die Bundesregierung vor einem Scheitern der Gemeinschaftswährung - und fordert eine stabile Lösung.

Ein Monteur zieht die Muttern am Drehgestell eines Eisenbahndrehkrans an. Quelle: dpa
Ein Monteur zieht die Muttern am Drehgestell eines Eisenbahndrehkrans an. Quelle: dpa

BerlinDie auf Hochtouren produzierenden deutschen Maschinenbauer haben die Bundesregierung vor einem Scheitern des Euro gewarnt. „Lassen Sie mich klar sagen, ein stabiler und verlässlicher Euro ist für uns - als Exportindustrie - essenziell“, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Thomas Lindner, am Dienstag auf dem Maschinenbaugipfel in Berlin laut Redetext. Eine Destabilisierung oder gar ein Auseinanderbrechen der Währungsunion wäre eine dramatische Entwicklung. Er forderte eine stabile Lösung. „Wir brauchen einen klaren Masterplan, was wann und wie passiert.“

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Die Erweiterung des Rettungsschirms sei zwar unabdingbar, sagte Lindner. „Mit der Diskussion, diesen Rettungsschirm auch als Finanzierungsinstrument mit einer kaum kalkulierbaren Hebelwirkung zu benutzen, verspielt die Politik aber ihre Glaubwürdigkeit.“ Der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) forderte die Bundesregierung auf, sich bei der Rettung des Euro nicht von Stimmungen und Wahlterminen beirren zu lassen. „Die Regierungskoalition muss sich ihrer Verantwortung für Deutschland und für ganz Europa stellen, auch wenn in einigen Parteien ein paar Politiker ihr eigenes Wahlsüppchen fröhlich vor sich hin kochen.“

Die Maschinenbauer gelten als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche, zu der auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp , Siemens, Gea oder Gildemeister gehören, hatte nach den Einbrüchen in der Wirtschaftkrise eine fulminante Aufholjagd begonnen. Lindner bekräftigte, dass die Unternehmen mit mehr als 900.000 Beschäftigten ihre Produktion in diesem Jahr um 14 Prozent steigern wollen und im kommenden Jahr um vier Prozent. Die Hersteller profitierten zuletzt nicht nur von dem traditionell starken Exportgeschäft, etwa in Asien, sondern auch von der Nachfrage aus dem Inland.

Doch die Freude ist nicht ungetrübt. „Es wäre schon tragisch, wenn die Realwirtschaft, die das letzte Mal Opfer der Verschuldungs- und Finanzkrise war, noch einmal im Höhenflug gestoppt würde.“ Die Gefahr einer Ansteckung sei durchaus gegeben.

  • 18.10.2011, 10:18 UhrGaishirtle

    Lindner ignoriert, dass unsere Export-Überschüsse in die anderen Eurostaaten eine von mehreren Ursachen für die Überschuldung sind. Die jetzigen "Pleitestaaten" haben eben durch Schulden die von uns importierten Waren (neben anderem) bezahlt.
    Aber gut: Lindner vertritt ja auch seine Lobby und will keine Lösungen anbieten.

  • 18.10.2011, 10:05 UhrAnonymer Benutzer: Detonator

    „Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche, zu der auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp , Siemens, Gea oder Gildemeister gehören, hatte nach den Einbrüchen in der Wirtschaftkrise eine fulminante Aufholjagd begonnen.“
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    Den Satz verstehe ich jetzt nicht wirklich?
    Soviel ich das mitbekommen habe, lehnen die Mittelständler den EFSF ab. Auch sind Konzerne wie Thyssen-Krupp, Siemens, Gea und Gildemeister keine mittelständischen Unternehmem.

    Hier im HB haben Sie doch darüber berichtet:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/merkel-wird-zum-alptraum-der-wirtschaft/4327896.html

    Im Grunde sind doch nur noch die Großkonzerne und die Berliner Politik für den Erhalt der Eurowährung.
    71 % der Deutschen haben in einer representativen Umfrage das Vertrauen in den Euro verloren - das ist Fakt!

    http://www.focus.de/politik/deutschland/umfrage-krise-laesst-deutsche-am-euro-zweifeln_aid_640255.html


  • 18.10.2011, 09:55 UhrAnonymer Benutzer: sporty_BN

    Kann Ihrem Kommentar nur beipflichten!
    Wir sind Exportweltmeister weil "Made in Germany" sich durchgesetzt hat und wir im Gegensatz zu vielen anderen Ländern Produkte und Marken besitzen, die nachgefragt werden. Egal ob wir in DM, Euro oder Thaler bezahlen!

    Wickelt endlich diesen Euro ab und fangt an, eure Staatsschulden abzubauen und befreit euch von den Eurokraten.

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