Exportrekord angepeilt
Ausländer stehen auf deutsche Autos

Während das Geschäft in der Heimat im ersten Halbjahr schleppend läuft – Stichwort Mehrwertsteuer-Erhöhung –, eilen die deutschen Autobauer im Ausland von Rekord zu Rekord.

HB FRANKFURT. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit 3,2 Mill. Neuzulassungen im Inland – und schraubte damit zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose von ursprünglich 3,4 Mill. nach unten. „Wir haben von Anfang an damit gerechnet, dass es einen starken Mehrwertsteuer-Effekt geben wird“, sagte der seit 1. Juni amtierende VDA-Präsident Matthias Wissmann am Dienstag in Frankfurt. Auch die „bisweilen aufgeregte Debatte“ um den Klimaschutz habe für Zurückhaltung bei Autokunden gesorgt.

Wegen der zum Jahresanfang von 16 auf 19 Prozent gestiegenen Mehrwertsteuer hatten viele Kunden noch zum Ende des alten Jahres einen Wagen gekauft. Dieses Geschäft fehlt den Autobauern jetzt. Im ersten Halbjahr 2007 sank die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf rund 1,58 Mill. Wagen. Allein der Juni blieb mit 301 000 Autos um 7 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Dagegen gab es beim Export von Januar bis Ende Juni ein Plus von 12 Prozent auf 2,23 Mill. Personenwagen, die Produktion legte um 7 Prozent auf gut 2,98 Mill. Personenwagen zu. „Der Export gleicht die Inlandsschwäche mehr als aus“, sagte Wissmann. Dank der starken Nachfrage aus dem Ausland rechnet die deutsche Automobilindustrie in diesem Jahr mit einem Produktionsrekord. Beim Export erwartet der VDA debenfalls einen Rekordwert von 4,2 Mill. Autos.

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