Extra-Gehälter
Opel dementiert Schmiergelder an Betriebsräte

Werden bei Opel Betriebsräte mit Extra-Gehältern geschmiert? Der Autobauer wehrt sich gegen den Vorwurf, der in einem Medienbericht erhoben wird. Monatliche Zuschläge von 300 bis 1500 Euro sind laut Opel unproblematisch.
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Rüsselsheim/FrankfurtOpel hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach Betriebsräte des Autobauers geschmiert würden. „Unsere Vorgehensweise ist hundertprozentig konform mit dem Betriebsverfassungsgesetz“, sagte Opel-Sprecher Andreas Kroemer.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte berichtet, dass Arbeitnehmervertreter bei Opel rechtswidrige Lohnzuschläge kassierten. Im Zentrum der Kritik steht laut Zeitung der langjährige Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Er habe zusammen mit dem Opel-Management ein Entlohnungssystem geschmiedet, das mit der gesetzlichen Idee von ehrenamtlicher Betriebsratsarbeit wenig zu tun habe.

Die Zeitung berichtet, dass Opel jedem Betriebsrat monatlich einen festen Zuschlag von 300 bis zu 1500 Euro zahle. „Damit wird Mehrarbeit entlohnt, die Betriebsräte leisten“, sagte Franz dem Blatt. Ausgewiesen werden sollten die Überstunden nicht - wegen des Bürokratie-Abbaus, sagte Franz und verteidigte: „De facto sind wir alle permanent im Einsatz.“

Der Bonner Arbeitsrechtsprofessor Gregor Thüsing sagte laut „FAS“: „Diese Zulagen sind ein glasklarer Verstoß gegen das gesetzliche Gebot, dass Betriebsratsarbeit unentgeltlich sein soll.“ Das Argument der pauschalen Überstunden-Vergütung sei unzulässig.

Die Zeitung schreibt, dass die Praxis von Opel auch steuerrechtlich heikel sei: Opel dürfte die verbotenen Zulagen als Arbeitslohn verbuchen und als Betriebsausgabe absetzen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Extra-Gehälter: Opel dementiert Schmiergelder an Betriebsräte"

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  • Dies habe ich schon immer vermutet, nur die Beweise fehlten. Es war nur ein Gefühl bei mir, denn wie kann ein Betriebsrat Entlassungen zustimmen und Pfusch zulassen. Die Rückrufaktionen sind ja bekannt und der Betriebsrat weigerte sich dagegen vor zu gehen. Er fuhr auf der Linie Lopez: Nur noch Pfusch, Sklavenköhne für die Mitarbeiter und das Management nur noch mit "Gold" für die "wertvolle" Arbeit entlohnen.

  • Ja, Ja, der Franz, der kanns!

  • Wenn ein Arbeitnehmer gekündigt werden möchte so gehe er zum Betriebsrat und beschwere sich über die unzumutbaren Arbeitsbedingungen und wie durch Magie fliegt der doch tatsächlich. Klaus Franz ist vorzuschlagen aktiv an Hartz 5 mitzuwirken, denke das bekommt der hin auch ohne nach Prag zu müssen um sich zu beglücken, Scheine sind da viel anonymer.

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