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02.11.2007 
Gasnetzbetreiber

Exxon und Shell wollen BEB verkaufen

Der Gasnetzbetreiber BEB aus Hannover soll verkauft werden. Darauf haben sich die beiden Eigentümer, die Ölkonzerne Exxon Mobil und Royal Dutch Shell, offenbar geeinigt. Als Käufer kommen Finanzinvestoren sowie ein Energiekonzern aus der Nachbarschaft in Frage.

In den vergangenen Jahrzehnten hat BEB ein Pipeline-Netz von rund 3100 Kilometern Länge mit einem Volumen von 30 Milliarden Kubikmetern aufgebaut. Foto: APLupe

In den vergangenen Jahrzehnten hat BEB ein Pipeline-Netz von rund 3100 Kilometern Länge mit einem Volumen von 30 Milliarden Kubikmetern aufgebaut. Foto: AP

HB HANNOVER. „Es gab und gibt Gespräche über einen Verkauf“, sagte ein BEB-Sprecher. Einzelheiten nannte er nicht. Exxon und Shell wollten sich zu einem möglichen Verkauf nicht äußern. Spekulationen darüber gab es seit längerem. Wer als Käufer von BEB in Frage kommt, blieb zunächst offen.

Zur Oldenburger EWE, dem fünftgrößten Energieversorger in Deutschland, würde BEB schon wegen der regionalen Nähe der Netze gut passen. EWE gehört den Landkreisen und Städten in der Region zwischen Ems, Weser und Elbe. Ein EWE-Sprecher wollte sich zum Thema BEB nicht äußern. Fremd sind sich die beiden Firmen nicht. So haben sie im September beschlossen, im Oktober 2008 ihre Marktgebiete für L-Gas - Low Gas mit geringerer Energieleistung - zusammenzulegen. Mit im Boot sind die Gasnetzbetreiber Erdgas Münster Transport und ExxonMobil Gastransport Deutschland.

Nicht nur mit EWE, sondern auch mit RWE hat BEB gemeinsame Netzgrenzen. Allerdings könnten sich bei RWE wie auch bei E.ON Schwierigkeiten mit dem Kartellamt auftun. Der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE wollte sich zu einem möglichen Interesse an BEB nicht äußern. Von E.ON, der Nummer eins, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Daneben könnten sich auch Finanzinvestoren für den Gasnetzbetreiber interessieren.

BEB gehört Shell und Exxon zu gleichen Teilen. In den vergangenen Jahrzehnten hat BEB ein Pipeline-Netz von rund 3100 Kilometern Länge und mit einem Volumen von 30 Milliarden Kubikmetern aufgebaut. Wegen seiner geografischen Lage in Norddeutschland hat das BEB-Netz die Funktion einer Drehscheibe im europäischen Erdgastransport.

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