„Exzellente Entwicklung“: EnBW knackt Milliardengrenze

„Exzellente Entwicklung“
EnBW knackt Milliardengrenze

Kosteneinsparungen und die hohen Strompreise haben EnBW im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis beschert. Der Energieversorger hat erstmals in der Konzerngeschichte vor Steuern mehr als eine Milliarde Euro Gewinn eingefahren.

HB KARLSRUHE. Wie die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, hat sie nach einem erstem Ergebnisüberblick das vergangene Geschäftsjahr mit einem EBT in Höhe von 1,081 Mrd. Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich damit beim viertgrößten deutschen Stromkonzern das Vorsteuerergebnis um über 320 Mill. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg von 1,24 Mrd. Euro um rund sechs Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Umsatzzahlen wurden nicht genannt. Es wird aber ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr (2004: 9,84 Mrd. Euro) erwartet.

EnBW war nach einem Stellenabbau und Beteiligungsverkäufen erst 2004 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,2 Mrd. Euro in die Gewinnzone zurückgekehrt. Seit September 2004 hat der Konzern etwa 1100 Stellen abgebaut. Die EnBW gehört zu jeweils rund 45 Prozent dem Zweckverband OEW, einem Zusammenschluss oberschwäbischer Landkreise, und dem französischen Konzern EdF.

Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Utz Claassen sprach von einer „exzellenten Entwicklung“. Aufbauend auf dem Erreichten wolle EnBW nun die Erträge weiter verbessern und die „strategischen Zukunftspotenziale bestmöglich“ ausschöpfen. Neben Investitionen in neue Kraftwerke plant der Karlsruher Stromkonzern neue Beteiligungen. Wachstumspotenziale sieht er in Mittel- und Osteuropa.

Claassen zufolge zieht das Unternehmen erstmals von seiner jahrelang Verluste schreibenden Strommarke Yello Vorteile. Die Tochter-Gesellschaft arbeite ohne eigenes Stromnetz und profitiere damit von der zu erwartenden Senkung der Netzgebühren, sagte er der „Financial Times Deutschland“. Yello, die als Billigstrommarke bekannt wurde, trete inzwischen nicht mehr als Preisbrecher auf, sondern orientiere sich an den regionalen Marktführern. Im vergangenen Jahr seien 100 000 Kunden hinzugewonnen worden. Ziel sei es, deren Zahl von derzeit über eine Million auf zwei Mill. zu steigern.

Der Ergebnisüberblick steht unter dem Vorbehalt der Wirtschaftsprüfer. Genaue Zahlen werden bei der Bilanz- Pressekonferenz am 21. Februar in Karlsruhe bekannt gegeben.

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