Fabrik in Charlotte/USA: Conti streicht nicht nur Hannoveraner Reifenwerk zusammen

Fabrik in Charlotte/USA
Conti streicht nicht nur Hannoveraner Reifenwerk zusammen

Nicht nur die die Hannoveraner Continental-Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsplätze bangen. Genauso schlimm trifft es die Beschäftigten in Charlotte. In der US-Fabrik fallen etwa die Hälfte der 1100 Stellen weg.

HB FRANKFURT. Grund für die Produktionskürzungen seien die hohen Kosten in dem Werk im US-Bundesstaat North Carolina, teilte Continental Tire North America am Montag mit. Mitte März sollen zunächst 241 Stellen wegfallen, weitere 272 Anfang Juli. Danach arbeiteten in dem Werk noch 573 Menschen. „Die Produktionskosten in Charlotte sind höher als in jedem anderen Continental-Werk weltweit, und wir haben von Anfang an klar gemacht, dass wir nicht weitermachen können wie bisher“, begründete der auch für das US-Geschäft zuständige Finanzvorstand Alan Hippe die Maßnahmen.

Mit der Gewerkschaft werde über eine deutliche Senkung der Arbeitskosten verhandelt. „Wir wollen in Charlotte weiter Reifen produzieren, aber der weltweite Wettbewerb setzt uns unter Druck“, sagte Hippe. Er hatte im Dezember 2005 eine Schließung von Charlotte nicht ausgeschlossen und damals eine Senkung der Personalkosten um 35 Prozent gefordert. Die Conti-Reifensparte fährt seit sechs Jahren Verluste ein, erst 2004 war das Werk in Mayfield geschlossen worden. Das Ziel, im vierten Quartal 2005 die Gewinnzone zu erreichen, wird wohl verfehlt.

Über die Schließung der Pkw-Reifenproduktion im Stammwerk in Hannover-Stöcken verhandelt Continental derzeit mit Vertretern der Arbeitnehmer. Dort sollen ebenfalls wegen zu hoher Kosten 320 Stellen wegfallen, obwohl sich die Beschäftigten noch ein halbes Jahr zuvor auf niedrigere Löhne eingelassen hatten, um das Werk zu retten. Die Produktion soll nach Osteuropa verlegt werden.

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