Fabrikbau geplant
Investor setzt auf Batterien für Elektroautos

Michael Tojner setzt auf einen vermeintlichen Zukunftsmarkt, der bisher noch nicht richtig in Gang gekommen ist: Der österreichische Investor glaubt an Elektroautos und will deshalb im Batteriegeschäft groß einsteigen.
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WienDer österreichische Investor Michael Tojner plant eine große Batterie-Fabrik für Elektroautos. Damit will der Unternehmer künftig die großen deutschen Autobauer beliefern, wie eine Sprecherin von Tojners Industriekonzern Montana Tech Components am Dienstag sagte. Das Unternehmen hat vor einigen Jahren Teile der deutschen Batteriefirma Varta gekauft und in Zusammenarbeit mit Volkswagen bereits eine Batteriezelle für Elektroautos entwickelt.

Bereits im vergangenen Jahr habe die Firma weiterführende Gespräche mit VW und anderen deutschen Herstellern aufgenommen, die noch im laufenden Jahr zum Abschluss kommen sollen. Wenn dass Unternehmen die erhofften Aufträge an Land zieht, könne die Fabrik ab 2015 geplant werden und 2017 die Serienfertigung starten. Wie Tojner das Projekt finanzieren will, ließ die Sprecherin offen. Grundsätzlich komme dafür jedoch auch ein Börsengang infrage. Im Zuge dessen könnte die Varta-Elektroauto-Sparte an den Kapitalmarkt kommen. Das Varta-Geschäft mit Batterien für Uhren oder Notebooks soll unverändert bestehen bleiben.

Tojners Mischkonzern Montana Tech Components beschäftigt weltweit 4100 Menschen. Neben der Energiespeicherung liefert die Firma Aluminiumteile für die Luftfahrtbranche und Anlagen für die Metallindustrie. Im vergangenen Jahr steigerte die Firma ihren Umsatz um 19 Prozent auf 525 Millionen Euro, während der operative Gewinn (Ebit) um 13 Prozent auf 47 Millionen Euro zulegte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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