Fahrzeugpreise könnten bis zu hundert Euro teurer werden
Steigender Stahlpreis verteuert Autos

Der Stahlpreis hat sich seit Jahresbeginn deutlich erhöht. Diese Steigerung könnte auch zu Kostensteigerungen beim Autokauf führen.

HB BERLIN. Aufgrund gestiegener Stahlpreise will die Stahlindustrie in Krisengesprächen mit der Automobilindustrie außerordentliche Preiserhöhungen durchsetzen. Sollten es dazu kommen, würde sich jedes Fahrzeug um rund 100 Euro verteuern.

Angesichts der enormen Kostensteigerungen kämen andernfalls jene Stahlwerke in finanzielle Schwierigkeiten, die aufgrund bestehender Verträge noch ein Jahr oder länger die Autobauer mit festen, längst überholten Preisen beliefern müssten. Das sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» von Samstag.

Wie Ameling sagte, habe sich der Preis für Warmbreitband, dem Ausgangsmaterial von Kaltfeinblech für die Automobilindustrie, seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent auf 400 Euro pro Tonne verteuert. Die Autozulieferer könnten nicht länger mit Verlusten liefern, ohne in existenzielle Bedrohung zu kommen. Über anstehende Preiserhöhungen wird die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) verhandeln.

Falls sich die Stahlindustrie mit dem VDA nicht über Preiserhöhungen verständigen kann, seien Lieferschwierigkeiten nicht auszuschließen, die sogar die Autoproduktion selber zum Stillstand bringen könnten, sagte Ameling.

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