"Fairer Preis" könnte erhöht werden
Strabag kämpft um Züblin-Anteil

Die österreichisch-deutsche Bauholding Strabag hält an ihrer Absicht fest, den Stuttgarter Baukonzern Züblin zu übernehmen. Dies hat Strabag-Konzernchef Hans-Peter Haselsteiner gestern in Wien bekräftigt. Er sei sogar bereit, mehr als die bisher gebotenen 58 Mill. Euro zu bezahlen.

oli WIEN. Allerdings habe er mit der vorliegenden Offerte für den verpfändeten Anteil von 48,7 Prozent der Züblin-Aktien einen „fairen Preis“ geboten. Das Paket hatte der Walter Bau AG gehört, die es bei ihrer Insolvenz an die Bayerische Landesbank verpfändet hatte. Strabag hat bislang 4,8 Prozent an Züblin erworben.

Haselsteiner reagiert mit seiner Äußerung auf Angebote anderer Interessenten. So hat die deutsche Industriellen-Familie Lenz, welche bereits 43 Prozent an Züblin hält, ebenfalls Interesse an dem Anteil. Sie würde sich die Beteiligung 62 Mill. Euro kosten lassen. Auch die Hochtief AG gehört zum Kreis der Bewerber um Züblin.

Angesichts dieser Ausgangslage hält Haselsteiner die Übernahme von mehr als drei Viertel der Anteile für unwahrscheinlich. Die Eigentümerfamilie Lenz habe sich so eindeutig für eine Eigenständigkeit ausgesprochen, „dass ich nicht glaube, sie derzeit überzeugen zu können“, sagte der Strabag-Chef.

Doch selbst, wenn es nur auf eine Mehrheitsbeteiligung an Züblin hinauslaufen sollte, gebe es gute Chancen für eine bessere Arbeitsteilung zwischen der deutschen Strabag in Köln und dem Stuttgarter Bauunternehmen. So könnte beispielsweise der Straßenbau ganz an die Strabag, der Ingenieurtiefbau ganz an Züblin wandern. „Eine völlige Integration beider Unternehmen erwarte ich kurzfristig nicht“, sagte Haselsteiner. Falls eine Mehrheitsbeteiligung zu Stande komme, werde er sie als zweite große deutsche Konzerntochter neben der Strabag führen.

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