Familienunternehmen auf Expansionskurs: Miele erwägt weitere Zukäufe

Familienunternehmen auf Expansionskurs
Miele erwägt weitere Zukäufe

Dem westfälischen Haushaltsgerätehersteller Miele geht es finanziell so gut, dass der Familienbetrieb laut über weitere Übernahmen nachdenkt. Gleichzeitig bekennt sich der Vorstand zum Standort Deutschland und kritisiert den schwedischen Konkurrenten Electrolux.

lip DÜSSELDORF. „Ich kann mir Zukäufe vorstellen, beispielsweise im Bereich Desinfektionen für Krankenhäuser sowie gewerblich genutzte Waschmaschinen“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Markus Miele vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Der Familienbetrieb mit weltweit mehr als 15 000 Mitarbeitern verfügt nach letzten Angaben über liquide Mittel von rund 250 Mill. Euro und hat keine Bankschulden.

Trotz eines scharfen Preiswettbewerbs will Miele weiter in Deutschland produzieren. Er kritisierte deshalb den schwedischen Konkurrenten Electrolux, der sein AEG-Werk in Nürnberg schließen will. „In unseren Augen ist es Unsinn, die Wertschöpfung in Deutschland völlig herunterzufahren“, sagte Miele. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Konzernkreisen in Stockholm erfuhr, will Electrolux die Schließung der AEG-Fabrik möglicherweise von Ende 2007 um ein Jahr auf 2006 vorziehen. Die Vorverlegung werde als Antwort auf „nicht konstruktive“ Gespräche mit der IG Metall über Verlagerungen nach Polen in Betracht gezogen. Das AEG-Werk wird seit Januar bestreikt.

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