Farbenhersteller: Akzo verkauft Nordamerika-Sparte Deko-Farben

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Akzo verkauft Nordamerika-Sparte Deko-Farben

BASF-Konkurrent AkzoNobel trennt sich von seiner Sparte Deko-Farben in Nordamerika. Der Verkauf bringt dem Konzern rund eine Milliarde Dollar ein. Die Anleger reagierten positiv auf diese Nachricht.
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AmsterdamDer BASF-Rivale AkzoNobel verkauft sein Geschäft mit dekorativen Farben in Nordamerika für 1,1 Milliarden Dollar. Der weltgrößte Farbenhersteller will sich damit nach eigenen Angaben vom Freitag stärker auf sein deutlich größeres Europa-Geschäft und auf die schnell wachsenden Schwellenländer konzentrieren. Käufer ist der US-Konzern PPG Industries. Die Sparte mit Deko-Farben galt seit längerem als Kandidat für einen Verkauf. Die Akzo-Aktie reagierte mit einem Kursplus von acht Prozent auf knapp 49 Euro.

AkzoNobel-Chef Ton Buechner sagte, um den verkauften Bereich in Nordamerika zur gewünschten Marktmacht zu bringen, wäre zu viel Geld und zu viel Zeit erforderlich gewesen. Die Sparte setzte 2011 etwa 1,5 Milliarden Dollar um, rund sieben Prozent des Gesamtumsatzes der Akzo-Gruppe. In anderen Sparten bleibt Akzo aber in Nordamerika aktiv, etwa bei Anstrichen für Autos, Flugzeuge und Schiffe sowie bei Spezialchemikalien. Mit diesen Geschäften erwirtschaftete Akzo dort zuletzt mit rund 5000 Mitarbeitern etwa 2,5 Milliarden Dollar Umsatz.

Der Verkauf ist der bislang letzte in einer Reihe, mit der Akzo auf Probleme nach dem 13 Milliarden Dollar schweren Zukauf des britischen Rivalen ICI im Jahr 2008 reagiert. Im Oktober hatte Akzo angesichts der schwachen Weltwirtschaft 3,3 Milliarden Dollar auf ICI abgeschrieben.

PPG rückt mit dem Zukauf bei dekorativen Farben in Nordamerika näher an den Branchenführer Sherwin-Williams heran. Sherwin hat dort einen Marktanteil von 36 Prozent, PPG bislang 15 und AkzoNobel 13 Prozent.

 

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