Farbenkonzern
Akzonobel wegen Konjunkturflaute glanzlos

Den Quartalsgewinn steigert der weltgrößte Farbenhersteller Akzonobel zwar, die Erwartungen erfüllt der niederländische Konzern damit aber nicht. Der Umsatz des BASF-Konkurrenten geht zurück.
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AmsterdamDer weltgrößte Farbenhersteller Akzonobel kämpft sich durch die anhaltende Konjunkturflaute. Der BASF-Konkurrent steigerte trotz der weiter niedrigen Nachfrage nach Farben und Chemikalien den Kerngewinn im dritten Quartal zwar um gut sechs Prozent auf 456 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit verpassten die Niederländer die Erwartungen der Analysten aber knapp. Der Umsatz sank zudem um fünf Prozent auf 3,78 Milliarden Euro.

Bereits im Sommer hatte Akzonobel eingeräumt, wegen der schlechtere Wachstumsperspektiven für Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen. Für das vierte Quartal sollen dafür noch einmal 160 Millionen Euro verbucht werden, für das Gesamtjahr belaufen sich die Belastungen auf rund 300 Millionen Euro. Damit dürfte der Betriebsgewinn vor Sonderposten für das Gesamtjahr den Vorjahreswert von 908 Millionen Euro nicht überschreiten, teilte Akzonobel mit.

Schon seit mehreren Quartalen bekommt die Firma die schwache Verbrauchernachfrage zu spüren. Auch von Seiten der Häuslebauer in den USA und Europa gingen zuletzt keine Impulse aus. AkzoNobel stellt neben Farben unter anderem Spezialbeschichtungen für Autos, Flugzeuge und Schiffe her.

Akzonobel-Aktien legten im frühen Handel um sechs Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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