Farbindustrie
BASF-Rivale Akzo Nobel verdient mehr

Der größte Farben- und Lacke-Hersteller hat mehr verdient als im Vorjahr. Die Erwartungen der Analysten hat das Unternehmen damit übertroffen. Aber eine schnelle Erholung der Wirtschaftslage sieht Akzo Nobel nicht.
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HB AMSTERDAM. Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel hat im dritten Quartal dank seiner Sparprogramme mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern (EBIT) sowie Sondereffekten sei im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 391 Mio. Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Farben- und Lacke-Hersteller mit Marken wie Dulux am Dienstag in Amsterdam mit. Damit übertraf Akzo Nobel die Schätzungen der Analysten. Dennoch wagte der BASF-Konkurrent weiterhin keinen Ausblick auf das laufende Jahr. Die Aktie gab bis zum Mittag um 5,77 Prozent auf 42,21 Euro nach.

Trotz Gewinnzuwachs gab Unternehmenschef Hans Wijers noch keine Entwarnung für die zukünftige Entwicklung. „Wir haben Zeichen einer Erholung in Schwellenländern gesehen, aber wir prognostizieren keine schnelle Erholung.“ Das Geschäftsumfeld bleibe rau. Daher werde Akzo Nobel seine Spar- und Integrationsprogramme fortführen. Im Zuge der weltweiten Krise hatten die Niederländer Standorte geschlossen und Arbeitsstellen gestrichen. Auch der Ludwigshafener Konkurrent BASF hatte erst jüngst die Märkte mit vorläufigen Eckdaten positiv überrascht, gleichzeitig aber vor Euphorie gewarnt. Die Erholung verlaufe „langsam und bleibe fragil.“

Von Juni bis September schrumpfte der Umsatz bei Akzo Nobel im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 3,639 Mrd. Euro. Den größten Rückgang wies dabei das Geschäft mit Veredelungsprodukten aus. Unter dem Strich verdienten die Niederländer mit 197 Mio. Euro knapp ein Drittel mehr als noch im dritten Quartal 2008. Die EBITDA-Marge kletterte auf 15,1 Prozent nach 13,0 Prozent im Vorjahr. In den ersten neun Monaten betrug sie unverändert 13 Prozent. Bis Ende 2011 peilt Akzo Nobel weiterhin eine EBITDA-Marge von 14 Prozent an.

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