Industrie

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Fehlerhafte Airbags: Jeep ruft 745.000 Autos zurück

Bei zwei älteren Jeep-Modellen hat der Hersteller Fehler in den Airbags festgestellt. Die Unfall-Polster könnten plötzlich auslösen. Der Hersteller hat eine große Rückrufaktion gestartet.

Wegen fehlerhafter Airbags ruft Jeep 745.000 Autos zurück. Quelle: dapd
Wegen fehlerhafter Airbags ruft Jeep 745.000 Autos zurück. Quelle: dapd

Washington/Auburn HillsDieser Defekt kann gefährlich werden: Bei zwei älteren Jeep-Modellen können die Front- und Seiten-Airbags sowie die Gurtstraffer während der Fahrt plötzlich auslösen. Die Herstellerfirma Chrysler ruft deshalb alleine in den USA annähernd 745.000 Wagen in die Werkstätten.

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Den Rückruf gab die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auf ihrer Website bekannt. Ein Sprecher des italienischen Mutterkonzerns Fiat sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag auf Anfrage, von einem Rückruf in Deutschland sei ihm nichts bekannt.

Die größten Autohersteller in Europa

  • Platz 10

    Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

  • Platz 9

    Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

  • Platz 8

    Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

  • Platz 7

    BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

  • Platz 6

    Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

  • Platz 5

    Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

  • Platz 4

    General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

  • Platz 3

    Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

  • Platz 2

    Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

  • Platz 1

    Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

    Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

Ursache des Problems ist nach Herstellerangaben ein defektes Bauteil im Kontrollgerät der Airbags. Betroffen davon sind Jeep Liberty und Jeep Grand Cherokee, die in den Jahren 2001 bis 2003 gebaut wurden. Die Besitzer in den USA werden benachrichtigt.

Nach Angaben von Chrysler ist es schon zu 215 Vorfällen gekommen wegen des Defekts. 81 Menschen seien dabei leicht verletzt worden. Der Airbag schießt mit hoher Geschwindigkeit hervor. Allerdings sei es in der Folge zu keinen Unfällen gekommen, erklärte Chrysler.

 


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