Fehlerhafte Fernseher
Grundig macht Minus

Falsche Produkte, Qualitätsmängel und Schwächen im Vertrieb haben Grundig Intermedia in die roten Zahlen getrieben. Das Unternehmen in britisch-türkischem Besitz ist aus dem insolventen Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig hervorgegangen.

HB NÜRNBERG. Geschäftsführer Hans-Peter Haase bestätigte am Donnerstag einen Vorabbericht des „Manager Magazins“, wonach Intermedia im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/2007, das am 1. April kommenden Jahres endet, Verluste eingefahren habe. Nach Angaben des Hamburger Magazins beläuft sich das Defizit auf rund 20 Mill. Euro.

„Wir werden das laufende Geschäftsjahr nicht mehr drehen können. Das ist unbefriedigend. Aber im neuen Geschäftsjahr werden wir wieder mit schwarzen Zahlen aufsetzen“, sagte Haase. Ursächlich für die Verluste seien unter anderem Qualitätsmängel bei den in der Türkei produzierten Grundig-Fernsehern, Lieferprobleme sowie Fehler beim Angebot und im Vertrieb. Die Restrukturierung sei aber bereits eingeleitet.

So soll beispielsweise die Zahl der Lager von 11 auf 6 verringert werden. Die Belegschaft werde um 90 Mitarbeiter auf 360 Beschäftigte verringert. Bereits im Oktober wurde eine eigene Produktionslinie für LCD-Flachbildfernseher im Istanbuler Werk des Mutterkonzerns Beko in Betrieb genommen. Haase bestätigte, dass die beiden Grundig-Eigentümer, neben dem Elektronikkonzern Beko ist dies die britische Alba, das Kapital der deutschen Tochter um mehr als 40 Mill. Euro aufstocken werden.

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