Feindliche Übernahme
Arcelor packt Munition gegen Mittal aus

Arcelor gibt sich im Kampf gegen Mittal nicht so leicht geschlagen. Der von einer feindlichen Übernahme bedrohte Stahlkonzern hat nach Worten seines Chairmans Joseph Kinsch noch genügend Munition, um den Konkurrenten abzuwehren. Die Art der Waffen bleibt jedoch geheim – fast.

HB BRÜSSEL. „Wir befinden uns in einem Krieg“, sagte Kinsch in einem Interview der Zeitung „De Tijd“ vom Samstag. „Wir zeigen unsere Waffen nicht, wir sind aber sehr aktiv und – glauben sie mir – wir haben viele Vorstellungen. Wir haben unsere ganze Munition noch nicht verschossen“, fügte er hinzu, lehnte aber genauere Angaben ab.

Arcelor hat als erste Schritte gegen die von Mittal unterbreitete 20-Milliarden-Euro-Offerte den Aktionären eine höhere Dividende und zusätzlich fünf Milliarden Euro in bar angeboten. Am kommenden Freitag findet die Hauptversammlung von Arcelor statt.

Am Sonntag wird zudem ein Treffen von Arcelor-Chef Guy Dolle mit dem russischen Milliardär Wladimir Lisin in Moskau erwartet, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Es gibt Spekulationen, dass Arcelor Lisins Stahlkonzern NLMK zum Einstieg bei Arcelor bewegen will.

NLMK ist der drittgrößte russische Stahlkonzern. Lisin ist laut dem US-Magazin „Forbes“ mit einem Vermögen von 10,7 Milliarden Dollar der drittreichste Mann Russlands. NLMK hatte im Januar das dänische Unternehmen Dansteel übernommen. Im Dezember wurden rund sieben Prozent der NLMK-Aktien an der Londoner Börse notiert.

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