"Feindliche Übernahme wäre Selbstmord"
Bilfinger Berger wächst international

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger will im kommenden Jahr die Schwelle von sechs Milliarden Euro Umsatz übersteigen. Jüngste Zukäufe in den USA und Australien sollen auch dabei helfen, den operativen Gewinn zu steigern.

HB WIESBADEN. In den USA ist Vorstandschef Herbert Bodner weiter auf der Suche nach einem größeren Unternehmen. „Von der Leistung her werden wir einen Sprung nach oben auf etwa sechs Milliarden Euro machen“, sagte Bodner am Freitag. „Das muss natürlich auch zu einer weiteren operativen Ergebnissteigerung führen.“ Für das zu Ende gehende Jahr erwartet Bilfinger Berger weiter eine Leistung von 5,5 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebita) von 90 (2002: 74) Millionen Euro.

Das für 2005 anvisierte Ziel einer Gesamtkapitalrendite von elf Prozent wird der Mannheimer Baukonzern 2003 Bodner zufolge noch nicht erreichen. „Wir werden zwischen neun und zehn Prozent liegen“, sagte er. Das Ziel entspräche einer Umsatzrendite von vier Prozent aus dem Dienstleistungsgeschäft, das künftig etwa die Hälfte zum operativen Konzernergebnis beisteuern soll. Am Bau sind 2,0 bis 2,5 Prozent Rendite der angestrebte Wert. Die mit einer Milliarde Euro aus den Verkäufen der Buderus- und der Dresdner-Bank-Anteile gefüllte „Kriegskasse“ drücke die Rendite angesichts niedriger Kapitalmarktzinsen. „Theoretisch“ müsse das Geld schnellstmöglich für Zukäufe ausgegeben werden. „Aber Zeitdruck steht einer vernünftigen Verwendung entgegen“, warnte Bodner.

Zukäufe in USA haben weiter Priorität

Auch nach der Übernahme des US-Bau-Dienstleisters Centennial Contractors bleiben die USA ganz vorne auf der Prioritätenliste von Bilfinger. „Da würden wir noch gerne eine andere Aufstellung erreichen“, sagte Bodner. Von Vorteil für Bilfinger Berger sei, dass der Markt weiter in einem Tief sei, der Dollar-Kurs sinke und die Konjunktur-Erholung schleppender ausfalle als erwartet. „Aber wir wollen uns keine Turnaround-Story vornehmen“, lehnte er die Übernahme eines sanierungsbedürftigen Unternehmens ab.

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