Fernseherhersteller
Loewe will auch 2009 mehr Fernseher absetzen

Einer Fernsehgerät von Loewe kostet im Schnitt fast 2 500 Euro. Trotz, oder gerade wegen dieses enorm hohen Preises geht es dem fränkischen Unternehmen deutlich besser als den meisten Massenherstellern aus Fernost. Während viele Anbieter aus Asien rote Zahlen schreiben, konnte die Firma aus Kronach vergangenes Jahr einen Rekordgewinn einfahren. Auch für 2009 verspricht Vorstandschef Frieder Löhrer Wachstum. .

MÜNCHEN. Der Manager verweigerte gestern in München zwar eine detaillierte Prognose. Löhrer versprach allerdings „leichtes Umsatzwachstum sowie eine Marge, die über dem Branchendurchschnitt liegt“. Zumindest das Renditeziel dürfte leicht zu erreichen sein, den viele Wettbewerber verdienen mit ihren Fernsehern momentan kein Geld. Rivale Bang & Olufsen etwa ist tief in die roten Zahlen gerutscht, die Erlöse sind regelrecht eingebrochen. Die Dänen sind gerade dabei, sich über eine Kapitalerhöhung frisches Geld zu beschaffen.

Der japanische Elektronikkonzern Pioneer zieht sich sogar komplett aus dem Geschäft mit TV-Flachbildschirmen zurück. Das Unternehmen begründete den Schritt jüngst mit der nüchternen Einschätzung, hier auch langfristig keine Gewinne erwirtschaften zu können.

Auch Loewe ging es noch vor wenigen Jahren miserabel. Die im SDax notierte Firma konnte sich nur durch den Einstieg des japanischen Konkurrenten Sharp vor dem Untergang retten. Inzwischen steht das Unternehmen aus Kronach aber wieder solide da. Der Umsatz legte 2008 zwar nur leicht auf 374 Mio. Euro zu. Doch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um mehr als ein Drittel auf 28,5 Mio. Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 18,5 Mio. Euro, mehr als das Doppelte des Vorjahres. Dazu kommt: Der freie Cash-Flow ist mit fast 40 Mio. Euro deutlich positiv und die Eigenkapitalquote stieg von 33 auf 37 Prozent.

Loewe verfolgt eine Luxusstrategie und fertigat seine Geräte im eigenen Werk in Kronach. Außer den Franken produzieren von den einheimischen Fernsehgeräte-Anbietern nur noch Metz und Technisat in Deutschland. Mit durchschnittlich 2 446 Euro ist ein Loewe-Fernseher wesentlich teurer als die meisten anderen Geräte auf dem Markt. Zum Vergleich: Über alle Gerätegrößen hinweg gaben die Deutschen im Schnitt vergangenes Jahr 649 Euro für einen neuen TV-Apparat aus. Das waren etwa 50 Euro weniger als 2007.

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