Fernsehhersteller
Loewe rechnet 2012 mit Trendwende

Mit günstigen Fernsehmodellen will Loewe den Preisdruck der Konkurrenz abfedern und die Umsätze für 2012 ankurbeln. Beim Ergebnis für das Geschäftsjahr 2011 blieb den Kronachern nur eines übrig: der Blick in die Röhre.
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MünchenDeutschlands größter Fernseher-Hersteller Loewe rechnet nach einer Talfahrt im laufenden Jahr mit der Trendwende. Die Traditionsfirma erwarte 2012 steigende Umsätze und ein besseres Ergebnis, sagte Vorstandschef Oliver Seidl am Donnerstag in München. Im abgelaufenen Jahr waren die Einnahmen der Kronacher um elf Prozent auf 274,3 Millionen Euro geschrumpft. Der Fehlbetrag hatte sich auf fast elf Millionen von zuvor sieben Millionen Euro ausgeweitet.

Loewe will mit billigeren Fernsehern und internationalen Kooperationen gegensteuern. Künftig soll es auch Modelle ab 1500 Euro aus Oberfranken geben. Damit reagiert das Unternehmen auf den jahrelangen Preisdruck im TV-Markt. Die Spitzenmodelle von Loewe kosten inklusive Lautsprechern bis zu 20.000 Euro. Im Jahr der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele, die traditionell den Fernseher-Absatz ankurbeln, sucht Loewe im Ausland nach Handelskooperationen, eine Erweiterung des Online-Handels und prüft den Einstieg in Märkte mit „Zukunftspotenzial“. „Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit den globalen Wachstumsmärkten“, sagte Seidl. Loewe ist bislang nur in Europa und dem Nahen Osten präsent und liebäugelt seit längerem mit dem Einstieg in den chinesischen Markt. „Der Markt ist prädestiniert für uns“, sagte Seidl. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Mit den Plänen waren die Franken allerdings auf Skepsis beim japanischen Großaktionär Sharp gestoßen. Mit Sharp lotet Loewe auch seit Monaten eine engere technische Kooperation aus - bislang ohne Ergebnis.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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