Feuer in Norwegens größter Raffinerie
Statoil muss herbe Produktionsausfälle hinnehmen

Ein Feuer in der größten Raffinerie Norwegens hat nach Angaben des Ölkonzerns Statoil die Kapazität der Anlage drastisch reduziert.

HB OSLO. Die Kapazität der Mongstad-Raffinerie sei nach dem Brand um rund die Hälfte auf 90 000 Barrel pro Tag gefallen, teilte Statoil am Montag mit. Der Erdöl-Bereich der Raffinerie habe geschlossen werden müssen, in anderen Bereichen gehe die Arbeit wie gewohnt weiter. Die volle Leistung werde in einigen Wochen wieder erreicht, teilte Statoil mit. Zwei Menschen hatten bei dem Brand am Morgen, der nach zwei Stunden gelöscht wurde, leichte Brandverletzungen erlitten.

Das Feuer sei am frühen Morgen in Teilen der Anlage ausgebrochen, sagte ein Unternehmenssprecher. Nichts deute auf Sabotage oder Fremdeinwirkung hin. Das Unternehmen werde alles tun, um die Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Es sei noch zu früh, um die Kosten abschätzen zu können. Der Schaden sei aber geringer als anfangs befürchtet. „Es ist ein sehr schwerer Unfall, wenn man offenes Feuer in einer Ölraffinerie zwei Stunden lang sehen kann“, sagte der Sprecher. Die Flammen seien hoch geschlagen.

In der Mongstad-Raffinerie, die zu 79 % Statoil und zu 21 % dem Energie-Konzern Shell gehört, werden normalerweise täglich 180 000 Barrel Treibstoff produziert (1 Barrel = knapp 159 Liter). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Raffinerie zählen Benzin und Diesel. Die Ausfälle beträfen alle Erzeugnisse, sagte eine Statoil-Sprecherin. Es könne jedoch noch nicht gesagt werden, in welchem Bereich die Ausfälle am größten seien. Das Mongstad-Ölterminal sei nicht von dem Produktionsengpass betroffen. Er hat eine Kapazität von 9,5 Millione Barrel täglich und dient als Zwischenlager für zahlreiche norwegische Ölfelder. Norwegen ist weltweit der drittgrößter Erdöl-Exporteur nach Saudi-Arabien und Russland. Statoil-Aktien gingen bei schwachem Handel mit einem Minus von 1,2 % bei 85,50 Kronen aus dem Markt.

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