Fiat und Chrysler
Marchionnes Mann für Asien

Sergio Marchionne hat mit Fiat und Chrysler große Pläne. Um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen, müssen die Autobauer vor allem in Asien kräftig zulegen. Dafür soll Michael Manley sorgen. Keine leichte Aufgabe.
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Frankfurt Seit Anfang des Monats ist Michael Manley nicht nur Jeep-Chef, sondern sitzt auch im Group Executive Council von Fiat und Chrysler. Dort ist er zuständig für Asien. „Wir haben dort viel Arbeit vor uns“, sagt der Brite unverblümt. Und fügt mit Blick auf China hinzu: „Wir sind ein sehr kleiner Spieler im umkämpftesten Markt der Welt. Seine Größe und sein Potenzial kann man nicht ignorieren.“

 Um den weltweiten Absatz von Fiat und Chrysler wie von Chef Sergio Marchionne vorgegeben bis im Jahr 2014 auf sechs Millionen und damit innerhalb von fünf Jahren um mehr als 50 Prozent zu steigern, sei Asien von „riesiger Bedeutung“.

Fiat und Chrysler sind dort mit einem Jahresabsatz von weniger als 100.000 Autos nur schwach vertreten. Chrysler importiert laut Manley zu 99 Prozent dorthin. Die Konzernmarke Jeep hingegen sei in China schon lange präsent.

Manley setzt darauf, im Reich der Mitte mit italienischem Stil und Design zu punkten. Den Fiat 500, der, wie er sagt, schon in den Vereinigten Staaten sehr gut ankomme, will er dort im nächsten Jahr 50.000-mal verkaufen. Der Konzernabsatz in Asien soll sich bis 2014 vervielfachen, Manley legt sich aber nicht fest, um welchen Faktor. 

Empfohlen hat sich der Brite durch seinen Job bei Jeep, wo er seit 2009 Chef ist. Der Geländewagenbauer hat seinen Absatz von Januar bis August im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2010 um 44 Prozent gesteigert, obwohl immer mehr Autohersteller ihm Konkurrenz machen. 

In Europa fällt das Plus mit 50 Prozent leicht überdurchschnittlich aus. Manley wertet das als Beleg dafür, dass er weit gehend vereinte Vertrieb von Lancia und Jeep „hervorragend läuft: Die Marktabdeckung hat sich verbessert, während sich die Zahl der Händler kaum verändert hat.“ Im Vergleich zu dem, was er in Asien vorhat, ist das aber nur ein kleiner Erfolg.

Tino Andresen
Tino Andresen
Handelsblatt.com / Reporter

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