Finanzielle Einigung bestätigt
Dieselpumpen-Desaster kommt Bosch teuer

Bosch-Chef Franz Fehrenbach zieht einen Schlussstrich unter den Streit mit den Autoherstellern wegen der Lieferung fehlerhafter Dieselpumpen. Zu Jahresbeginn war es deswegen zu Produktionsverzögerungen bei Daimler-Chrysler, BMW und Audi gekommen. Dafür hat Bosch nun Schadenersatz gezahlt. Über die Höhe wollte das Unternehmen allerdings keine Angaben machen. Ein Sprecher sagte lediglich: „Für Bosch ist das Thema abgeschlossen.“ Die Branche vermutet Zahlungen in niedriger dreistelliger Millionenhöhe.

hof/mwb/HB FRANKFURT. Der Einigung waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Am stärksten war Daimler-Chrysler von den fehlerhaften Pumpen betroffen. Der Konzern hat laut dem aktuellen Bericht im dritten Quartal 130 Mill. Euro aus Regressansprüchen eingenommen. Dahinter verbergen sich nach Meinung von Branchenexperten zu einem großen Teil die Zahlungen von Bosch. Ein Sprecher des Zulieferers bestätigte, dass im Rahmen der Einigung Zahlungen geleistet worden seien. Zur Höhe der Zahlung machte er keine Angaben. In den vergangenen Monaten gab es Spekulation, dass Daimler-Chrysler von Bosch 75 Mill. Euro verlangt habe.

Das Debakel mit den rund 50 000 defekten Dieselpumpen war der Höhepunkt einer Pannenserie bei Mercedes. Im Gegensatz zu früheren Fehlern bei Zulieferteilen ging Daimler-Chrysler dabei in die Offensive und stellte Bosch öffentlich an den Pranger. Der Imageschaden traf den weltweit fünftgrößten Automobilbauer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn die Geschäfte der Mercedes Car Group, zu der auch Smart und Maybach gehören, liefen zum Jahresbeginn generell ziemlich schlecht.

Daimler-Chrysler und Bosch hatten monatelang über Schadenersatz für die Lieferung von rund 50 000 fehlerhaften Diesel-Einspritzpumpen im vergangenen Winter verhandelt, die zu Produktionsstopps und Rückrufaktionen bei den drei Autoherstellern sowie bei Opel geführt hatten. Bosch hatte wiederholt Bereitschaft bekundet, für berechtigte Forderungen einzustehen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach versprach, das Qualitätsmanagement zu verbessern.

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