Finanzierung der Weiterentwicklung in Gefahr
IFRS-Regeln stehen vor ungewisser Zukunft

Dem internationalen Komitee IASB, das die Rechnungslegungsvorschriften IAS/IFRS formuliert und fortentwickelt, droht nach 2005 das Geld auszugehen. Damit gerät das Ziel, die Vormachtstellung der amerikanischen Regeln US-GAAP zu brechen, in Gefahr.

eva/jkn/fs FRANKFURT. IASB-Treuhänder Max-Dietrich Kley befürchtet, dass die Vorarbeiten wegen fehlender Mittel nur unzureichend fortgesetzt werden könnten. „Europa hätte sich wieder einmal als nicht stark genug erwiesen, mit den USA in einen echten Wettbewerb zu treten“, sagt der ehemalige BASF-Finanzchef in einem Interview für Handelsblatt.com.

Das IASB ist privatwirtschaftlich organisiert. 183 Unternehmen weltweit – darunter Allianz, BASF und Eon – haben sich verpflichtet, bis 2005 Beiträge von insgesamt 14,4 Mill. Dollar zu zahlen. Der Mittelzufluss für die Zeit danach ist ungewiss. Das IASB bemüht sich derzeit fieberhat darum, nach Alternativen Ausschau zu halten und räumt ein, dass die Finanzierung ein Problem ist.

IAS/IFRS sind die vom IASB erstellten Regeln, die zum globalen Standard der Rechnungslegung entwickelt werden sollen. Sie sind an der Darstellung eines korrekten Zeitwerts des Unternehmens für die Aktionäre orientiert. Börsennotierte europäische Konzerne müssen gemäß EU-Beschluss ihre Jahresabschlüsse ab 1. Januar 2005 nach IAS aufstellen.

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