Finanzierung ist das größte Problem
Mittelstand setzt auf Export und Auslandsverlagerung

Der deutsche Mittelstand will in den kommenden Jahren zunehmend auf den Export setzen und dabei auch verstärkt Produktion ins Ausland verlagern. Einer Studie zufolge steht Osteuropa als künftiger Produktionsstandort und Absatzmarkt an erster Stelle.

HB BERLIN. „Ein Ende der Abwanderung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer ist nicht abzusehen. Kostenvorteile im Ausland können indes das Überleben des Betriebes in Deutschland sichern“, folgerte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, am Dienstag aus einer Umfrage unter gut 900 Klein- und Mittelbetrieben. Als künftiger Produktionsstandort und Absatzmarkt rangiere Osteuropa - hier vor allem Polen und Tschechien - für den Mittelstand klar vor Asien, wo China das wichtigste Zielland sei.

Die Firmen nannten vor allem Wettbewerbs- und Kostenvorteile als Grund für die Produktionsverlagerung nach Osteuropa, aber auch die Nähe zu Deutschland spiele hierbei eine wichtige Rolle. „Für Fernost gaben allein Kosten- und Wettbewerbsvorteile den Ausschlag“, heißt es in der Studie. Bei ihren Strategien für den Markteintritt wollen immer mehr Firmen auf Allianzen und Tochterunternehmen an Stelle des direkten Exportes setzen und damit im Ausland Arbeitsplätze schaffen. „Zu erwarten ist hierbei ein Arbeitsplatzexport, wobei zunehmend qualifizierte Arbeitsplätze verlagert werden“, heißt es in der Studie. Der Qualitätsvorteil deutscher Mitarbeiter gegenüber ausländischen Arbeitnehmern werde dabei aus Sicht des Mittelstandes geringer.

Größtes Problem für das Auslandsengagement sei für viele Mittelständler jedoch die Finanzierung. „Der Finanzbedarf ist klar erkennbar und lässt sich offenbar mit den bestehenden Instrumenten und Programmen von privater und staatlicher Seite nicht hinreichend decken“, heißt es in der Studie.

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