Finanzierungslücke beträgt mindestens 125 Millionen Euro – Konsortium warnt vor Verlust der Technologie für Deutschland
Bund und Bayern rangeln um Transrapid

Die Chancen für den Bau einer Transrapid-Verbindung in München zwischen Flughafen und Hauptbahnhof sind gestiegen, nachdem der Bund am Freitag seine Beteiligung an der Finanzierung der Magnetschnellbahn bekräftigt hat.

DÜSSELDORF. Allerdings klafft bei dem bisher mit 1,6 Mrd. Euro veranschlagten Projekt nach wie vor eine Finanzierungslücke von wenigstens 125 Mill. Euro. Hinter den Kulissen läuft ein heftiges Gerangel, aus welchen Töpfen das zusätzliche Geld kommen soll.

„Wir stehen zu dem Projekt des Transrapid München“, hatte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums Ende letzter Woche erklärt. Auch der CDU-Bundesvorstand drängt in seinem Leitantrag für den Düsseldorfer Bundesparteitag Anfang Dezember darauf, den Transrapid endlich in Deutschland einzusetzen. Die CDU-Verkehrsexperten wollen sich aber nicht auf das Projekt in München festlegen. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Georg Brunnhuber erläuterte, sehe er noch nicht, dass die von Bundesverkehrsminister Stolpe in Aussicht gestellten Zuschüsse tatsächlich fließen. Der Vorsitzende des parlamentarischen Gesprächskreises Transrapid, der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerhard Rübenkönig, äußerte sich zuversichtlich. Die Bundesregierung sei ebenso wie die bayerische Landesregierung entschlossen, die Flughafenanbindung zu bauen. Der Bund werde 675 Mill. Euro für den Bau der 37 Kilometer langen Verbindung bezahlen, versicherte das Bundesverkehrsministerium in der vergangenen Woche erneut. Die Strecke soll 2009 in Betrieb gehen. Wie berichtet, soll das Planfeststellungsverfahren in diesem Jahr eingeleitet werden. Erst nach dessen Abschluss etwa Mitte 2006 rechnen die Beteiligten mit Klarheit über die tatsächlichen Kosten des Projekts.

Die Planungs- und Vermarktungsgesellschaft Transrapid International, an der die Magnetbahnpartner Siemens und Thyssen-Krupp maßgeblich beteiligt sind, bekräftigte am Wochenende erneut die Notwendigkeit der Strecke. Werde das Projekt in München nicht realisiert, bestehe die Gefahr, dass die Transrapid-Technologie für Deutschland verloren gehe.

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