Finanzinvestor
KKR bastelt bei ATU an Umschuldung

Die angeschlagene Werkstattkette ATU steht vor einer Umschuldung. Rund 600 Millionen Euro Schulden sollen in Eigenkapital verwandelt werden. Damit will der Finanzinvestor KKR seinem Sorgenkind Ruhe verschaffen.
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StuttgartBei der angeschlagenen Werkstattkette A.T.U (Auto-Teile Unger) bastelt der Finanzinvestor KKR als Eigentümer Kreisen zufolge an einer Umschuldung. Zwei mit den Verhandlungen vertrauten Personen zufolge hat KKR Gespräche mit dem Gläubiger Centerbridge aufgenommen, der einen großen Teil der ATU-Anleihen übernommen hat. Im Rahmen der Umschuldung solle ein Teil der Schulden von rund 600 Millionen Euro in Eigenkapital gewandelt werden, sagten die beiden Insider. KKR wolle bei ATU aber eine Mehrheitsposition behalten. „KKR will das Thema ATU endlich loswerden“, sagte ein Insider.

ATU ist einer der größten Problemfälle des Finanzinvestors in Deutschland, der die Kette mit mehr als 600 Werkstätten und rund 12.000 Beschäftigten 2004 vom Finanzinvestor Doughty Hanson für 1,45 Milliarden Euro übernommen hatte. Vor fünf Jahren hatte KKR rund 140 Millionen Euro Kapital nachgeschossen.

KKR hat Restrukturierungsexperten von Houlihan Lokey und Goldman Sachs beauftragt, einen Sanierungsplan auszuarbeiten. Die Gläubiger werden von Moelis beraten. Zur Debatte steht den Kreisen zufolge unter anderem die Idee, die 143 Millionen schweren Nachranganleihen komplett in Eigenkapital zu wandeln und ebenso einen Teil der 450 Millionen an besicherten Anleihen.

Auch die Ausgabe einer Hochzinsanleihe zur Umschuldung und der Beschaffung der für Investitionen benötigten Mittel sei möglich, sagte ein Insider.

ATU kämpft angesichts der angespannten Konjunktur mit schwindender Nachfrage und wachsender Konkurrenz, etwa durch Online-Reifenhändler wie Delticom. Einen großen Teil der Schulden hatte KKR dem Unternehmen ATU im Zuge der Übernahme selbst aufgeladen.

„Die Restrukturierung geht weiter, wir erwägen alle Optionen“, sagte ein ATU-Sprecher. KKR und die Berater lehnten eine Stellungnahme ab, bei Centerbridge war keine Stellungnahme zu erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzinvestor: KKR bastelt bei ATU an Umschuldung "

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  • Selber Schuld. Wenn weiter mit den Angestellten gemacht wird, wie man will. Wo bleibt da die Motivierung. Bei ATU regiert ja nur die Veternwirtschaft. Wer dagegen reagiert wird entsorgt ( entlassen ).

  • Was will man erwarten wenn eine Heuschrecke so eine Firma übernimmt um sie auszusagen? Es wird die nächste kommen und noch etwas würgen..denn etwas bleibt immer über um sich die eigenen Taschen schön voll zu machen..danke KKR!

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