Finanzinvestoren
Kamerahersteller Hasselblad wird verkauft

Für Hasselblad beginnt eine neue Zeitrechnung: Die renommierte Kameramarke wird von der Venture Capital-Firma Ventizz übernommen. VON HELMUT STEUER.
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StockholmDer weltberühmte schwedische Kamerahersteller Hasselblad wird von der in Düsseldorf und St. Gallen/Schweiz ansässigen Venture Capital-Firma Ventizz Capital Partners übernommen. Beide Unternehmen vereinbarten Stillschweigen über die Kaufsumme. Hasselblad, die seit 1941 hochwertige Mittelformatkameras herstellt, gehörte zuletzt der in Hongkong ansässigen Shriro Gruppe, die auch für den Vertrieb der High End-Kameras im asiatisch-pazifischen Raum war. Das Unternehmen wird den Vertrieb in dieser Region behalten.

„Hasselblad ist die renommierteste Kameramarke weltweit“, sagte der Chef der Ventizz Capital Partners, Helmut Vorndran dem Handelsblatt. „Der nahezu ikonenhafte Markenwert darf unter keinen Umständen beschädigt werden“. Er zeigte sich überzeugt, durch die Bereitstellung neuer Mittel und einer geeigneten Wachstumsstrategie die Position von Hasselblad als Hersteller von professionellen Mittelformat-Kameras weiter stärken zu können. „Zudem wollen wir Hasselblad-Kameras entwickeln, die einen größeren Kreis ambitionierter Fotografen ansprechen“, erklärte er.

Allerdings schloss er aus, dass das schwedische Unternehmen auch Kameras für das mittlere Preissegment entwickeln werde. „Das ist keine Sache für Hasselblad“, so Vorndran. Hasselblad-Kameras kosten heute ab 20.000 Euro. Der Preis für die neueste Kamera mit 200 000 Megapixeln liegt „ein Vielfaches darüber“. Nach Vorndrans Angaben ist die Nachfrage nach den Premium-Produkten aus Göteborg zuletzt in Asien, Europa und Nordamerika gestiegen.

Umsatz- und Gewinnzahlen sind bei Hasselblad nicht bekannt, aber laut Vorndran schreibt das Unternehmen keine roten Zahlen und hat einen Umsatz „im mittleren zweistelligen Millionenbereich“. Hasselblad-Chef Larry Hansen begrüßte den Einstieg der Venture Capital-Gesellschaft. Er muss sich über drastische Veränderungen in seinem Betrieb keine Sorgen machen, denn laut Ventizz-Chef Vorndran sind keine größeren Veränderungen geplant.

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