Finanzinvestoren konten sich über Rücktritt von Vorstandschef Fahr nur kurz freuen
IWKA bleibt standhaft

Über den Rücktritt von IWKA-Vorstandschef Hans Fahr konnten sich angelsächsische Investoren nur kurz freuen. Das verbliebene Management des Anlagenbauers zeigt sich weiter widerspenstig.

HB KARLSRUHE. Der Maschinen- und Anlagenbauer IWKA will ungeachtet der Kritik von Großinvestoren an seiner Drei-Säulen-Strategie mit den Sparten Robotertechnik, Automobil und Verpackungstechnik festhalten. „Wir sehen heute keinen Grund, dieses Modell in Frage zu stellen“, sagte Finanzvorstand Hans Lampert auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag in Karlsruhe.

Lampert ist vom Aufsichtsrat zum Interimschef bestellt worden und vertrat auf dem Aktionärstreffen den am Morgen zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr. Fahr hatte dem in den vergangenen Wochen gestiegenen Druck seitens angelsächsischer Investoren nachgegeben. Amerikanische und britische Investoren drängen IWKA seit längeren, sich auf das hochprofitable Geschäft mit Industrierobotern zu konzentrieren und den Verkauf anderer Konzernteile voranzutreiben. Der Ex-Vorstandschef Hans Fahr wollte hingegen die Abhängigkeit des Traditionsunternehmens von der schwächelnden Automobilindustrie verringern.

Dass IWKA im Streit mit den Investoren nicht klein beigeben will, zeigte auch die Ankündigung, gerichtlich gegen den Großaktionär Guy Wyser-Pratte vorzugehen. Der US-Investor hatte in Interviews behauptet, das Unternehmen habe die Geschäftszahlen manipuliert. „Der Vorstand der IWKA tritt dem in aller Schärfe entgegen und behält sich rechtliche Schritte vor“, teilte das Karlsruher Unternehmen am Freitag mit. Wyser-Pratte habe mit seinen unwahren Behauptungen und Unterstellungen versucht, das Abstimmungsverhalten der Aktionäre vor der Hauptversammlung am Freitag zu beeinflussen.

Wyser-Pratte hält eigenen Angaben zufolge rund 6,3 Prozent an IWKA. In mehreren Interviews hatte der streitbare US-Investor behauptet, die Gewinne der Robotersparte seien „gedrückt“ worden. „Ich halte es bei diesen Leuten für sehr wahrscheinlich, dass man die Zahlen etwas frisiert“, wurde Wyser-Pratte zitiert.

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