Finanzkreise
Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann vor Verkauf

Nun ist es offiziell: Der Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann steht laut Finanzkreisen zum Verkauf. Einen Käufer soll die Investmentbank Morgan Stanley finden. Novartis lehnte eine Stellungnahme ab.
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FrankfurtDer Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann steht Finanzkreisen zufolge nun offiziell zum Verkauf. Die Investmentbank Morgan Stanley soll einen Käufer für das Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Andernach finden, wie drei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Der neue Eigentümer von LTS Lohmann müsse wohl mehr als eine Milliarde Euro hinblättern, das ist mehr als das Zehnfache des operativen Gewinns (Ebitda). An LTS Lohmann sind neben dem Schweizer Pharmariesen Novartis auch SAP-Mitgründer Dietmar Hopp und die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK beteiligt, keiner der drei hat die Mehrheit. Novartis lehnte eine Stellungnahme ab, Morgan Stanley wollte sich zunächst nicht äußern.

Das Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern sieht sich als der Erfinder des Nikotinpflasters. Doch können mittlerweile auch Wirkstoffe gegen Alzheimer, Parkinson oder das Restless-Legs-Syndrom durch ein Pflaster über die Haut verabreicht werden. Daneben stellt LTS Lohmann im Auftrag anderer Pharmaunternehmen auch Medikamente in Form hauchdünner Plättchen her, die die Patienten auf der Zunge zergehen lassen müssen.

Novartis ist nicht nur der größte Teilhaber an LTS, sondern auch der größte Kunde des Unternehmens. "Das macht die Verhandlungen schwierig", sagte ein Insider. Der Verkaufsprozess habe aber gerade erst begonnen. Für LTS Lohmann dürften sich vor allem Finanzinvestoren interessieren. Die schwedische EQT und BC Partners dürften einem Insider zufolge den Hut in den Ring werfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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