Finanzkrise belastet
Harter Gegenwind für IVG

Der Immobilienkonzern IVG leidet offenbar unter der Finanzkrise stärker als erwartet. Das erste Halbjahr schließt mit einem Gewinneinbruch, weswegen der Vorstand am Donnerstag seine Jahresziele drastisch zurückschrauben musste.

HB DÜSSELDORF. Vorstandschef Wolfhard Leichnitz will mit Kostensenkungen gegensteuern: In allen Bereichen sollen die Ausgaben um zehn Prozent sinken. Damit sollen jährlich 30 Millionen Euro gespart werden. Der größte Teil der Maßnahmen werde aber erst im kommenden Jahr umgesetzt.

Für 2008 erwartet das Unternehmen nun einen bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 265 bis 290 Millionen Euro, wie IVG mitteilte. Bisher hatte der Vorstand 100 bis 110 Millionen Euro mehr in Aussicht gestellt. Netto werde nur noch ein Gewinn von 50 bis 60 Millionen Euro angepeilt statt 90 bis 100 Millionen Euro.

Zusätzliche Einnahmen sind aus dem geplanten Verkauf der lukrativen Energiespeicher (Kavernen) zu erwarten. Im September werde endgültig über die Art der Trennung entschieden. IVG erwägt derzeit neben einem Komplett- oder Teilverkauf auch, die Kavernen in einen IVG-Fonds einzubringen. "Bei der Entscheidung hat die Maximierung des IVG-Unternehmenswertes Vorrang vor allen anderen Aspekten", kommentierte Konzernchef Leichnitz.

Die Verkaufserlöse sollen primär dem Abbau der Schulden dienen. Im ersten Halbjahr verdoppelte das Kavernengeschäft das bereinigte Ebit auf 96,0 Millionen von 43,7 Millionen Euro vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr hob der Vorstand das Ebit-Ziel für den Geschäftszweig auf 110 bis 115 Millionen Euro an von 85 bis 90 Millionen Euro.

Im Konzern brach das bereinigte Ebit indes in den ersten sechs Monaten um 53 Prozent auf 150,2 Millionen Euro ein. Der Konzerngewinn sank auf 51,1 (Vorjahr: 184,9) Millionen Euro. IVG-Aktien notierten mit einem Minus von über vier Prozent bei 12,20 Euro, seit November 2007 haben die Titel damit knapp zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt.

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