Finanzkrise
Dem ersten Autozulieferer droht das Aus

Die Finanzkrise beginnt durchzuschlagen: Der erste Autozulieferer in Deutschland ist in der Existenz bedroht. Gimotive/Stankiewicz steht vor der Insolvenz - und 1300 Beschäftigte könnten ihren Job verlieren. Wenn sich nicht noch schnell liquide Mittel finden, gehen bei dem Zulieferer die Lichter aus. Die Krisengespräche laufen.

FRANKFURT. Der erste Autozulieferer in Deutschland droht angesichts der Finanzkrise in die Insolvenz zu schlittern. Der Zulieferer Gimotive/Stankiewicz mit Sitz bei Hannover und mehr als 1 300 Mitarbeitern in Deutschland steht nach eigenen Angaben auf der Kippe. "Wenn die Banken nicht die Tilgung und die Zinsen für die laufenden Kredite aussetzen, droht die Insolvenz", sagte eine Unternehmenssprecherin. Derzeit liefen Krisengespräche mit Banken, Kunden, Verbänden und der Politik. Der Zulieferer habe volle Auftragsbücher, doch drohe ihm jetzt das Geld auszugehen. "Die Banken müssen sich jetzt bewegen", sagte die Sprecherin.

Der schwere Absatzeinbruch und die Finanzkrise hat damit den ersten Autozulieferer in Schieflage gebracht. "Wir haben schon mehrere Anfragen auf dem Schreibtisch, ob wir kurzfristig aushelfen könnten", hatte BMW-Einkaufsvorstand Herbert Diess diese Woche bereits dem "Handelsblatt" gesagt. Viele Banken seien noch immer sehr zurückhaltend, weshalb einige Zulieferer nun in Liquiditätsschwierigkeiten gerieten.

Der Automobilverband VDA führt laut Branchenkreisen bereits Gespräche mit der Bundesregierung über eine Hilfsaktion für angeschlagene Lieferanten."Der VDA hat bereits frühzeitig darauf hingewiesen, dass es durch die Finanzmarktkrise zu Liquiditätsengpässen bei Zulieferunternehmen kommen könnte", sagte der Geschäftsführer des Autoverbands VDA, Klaus Bräunig, jüngst dem Handelsblatt.

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