Nach Banken und Immobilienverwaltern hat die von der Finanzkrise ausgelöste Pleitewelle nun die Realwirtschaft erreicht. Der weltweit drittgrößte Petrochemiekonzern Lyondell-Basell hat in den USA Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Weitere Unternehmen könnten folgen.
HB DÜSSELDORF. Knapp 80 Tochtergesellschaften hätten sich an dem Insolvenzantrag beteiligt, teilte der Konzern mit. Der Antrag nach Chapter 11 des amerikanischen Konkursrechtes sei in New York eingereicht worden. Das Unternehmen leidet unter einer Schuldenlast von rund 26 Milliarden Dollar. Die nicht börsennotierte Firma hat den Schuldenberg durch kreditfinanzierte Zukäufe angehäuft. Am Sonntag war die Frist für eine Umschuldung abgelaufen.
Zu den Gläubigern des Konzerns gehören neben Merrill Lynch
, Goldman Sachs, Citigroup
und der zur Royal Bank of Scotland
gehörende ABN
Amro auch die Schweizer Großbank UBS
. In der Finanzkrise fällt es Unternehmen weltweit inzwischen deutlich schwerer, große Umschuldungen mit ihren Gläubigerbanken auszuhandeln. Das bedeutet, dass der Pleite von Lyondell-Basell weitere folgen könnten.



