Finanzkrise wegen Anleihe scheint vorerst gebannt
Rinol tritt auf die Sparbremse

Der finanziell angeschlagene Industrieböden-Hersteller will noch in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Für das Gesamtjahr kann er zudem einen Verlust nicht mehr ausschließen.

HB FRANKFURT. „Uns steht noch in diesem Jahr ein Personalabbau bevor“, sagte Vorstandschef Kurt-Jörg Gaiser der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Wie viele der zuletzt 1 870 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssten, stehe noch nicht fest. Durch die Finanzprobleme des vergangenen halben Jahres sei Rinol aber operativ stark ins Trudeln geraten, hieß es in dem Bericht. „Wir werden bis zum Jahresende brauchen, um wieder einen professionellen Geschäftsbetrieb auf die Beine zu bekommen“, sagte Gaiser. Neue Prognosen für das laufende Jahr wollte der Firmenchef nicht abgeben. Einen Verlust könne er aber nicht ausschließen. Ende August hatte das Unternehmen bereits von seinem ursprünglichen Gewinnziel über Vorjahresniveau von 4,1 Mill. € Abstand genommen.

Der Finanzkrise wegen einer bevorstehenden Anleiherückzahlung scheint Rinol vorerst entronnen. Der Großteil der Anleihegläubiger und Kreditgeber habe sich auf eine Verlängerung der am 15. Oktober fälligen Anleihe geeinigt, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Unternehmensangaben. Noch sei der notwendige Poolvertrag aber nicht unterzeichnet. Rinol lädt am 13. Oktober zu einer Gläubigerversammlung, auf der die Pläne abgesegnet werden sollten.

Die vor fünf Jahren begebene Anleihe steht noch mit 39,4 Mill. € in den Büchern von Rinol. Die Refinanzierung der Anleihe war im Juli zunächst gescheitert. Ende Juni wies Rinol einen Finanzmittelbestand von 30 Mill. € aus, könnte die für den Expansionskurs der letzten Jahre ausgegebene Anleihe aus eigener Kraft also nicht zurückzahlen.

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