Industrie

Volkswagen bringt Gol nach Indien

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Die Finanzsparte von Europas größtem Autokonzern Volkswagen steuert 2004 im Gegensatz zum ertragsschwachen Pkw-Geschäft ein höheres Ergebnis an. Gleichzeitig nimmt der Stellenwert der Finanzdienstleistungen für die Ertragskraft des Wolfsburger Autokonzerns dadurch weiter zu, da von der anhaltend schwachen Autokonjunktur zurzeit keine Impulse für das Autogeschäft ausgehen. Im ersten Quartal hatte der Konzern nur dank seiner Finanzsparte einen Verlust vermeiden können.

Der neue Vorstandschef der Braunschweiger VW-Tochter Financial Services (FS), Burghard Breiing, stellte im Reuters-Interview am Freitag ein steigendes Ergebnis in Aussicht, ohne dies näher zu beziffern. „Es sieht momentan auch so aus, als würden wir das packen“, sagte der FS-Chef. Die VW-Finanztochter profitiert zurzeit vom steigenden Anteil an Finanzierungen bei Autokäufen. Obwohl Volkswagen nicht soviele Fahrzeuge ausliefere wie erhofft, nehme der Bestand an Finanzierungsverträgen stärker zu als geplant. FS erzielt Breiing zufolge zudem im Durchschnitt eine höhere Wertschöpfung je Vertrag, da die Kunden vielfach höhere Ausstattungen und eine stärkere Motorisierung ihrer Fahrzeuge wählen.

Die Bedeutung der Finanzsparte innerhalb des Konzerns wird weiter zunehmen, da Volkswagen zusammen mit zwei arabischen Partnern den europäischen Marktführer im Flottenmanagement LeasePlan übernommen hat. Breiing sagte, LeasePlan werde bei finanzierten Fahrzeugen langfristig um fünf Prozent wachsen. „Darüberhinaus ist Phantasie möglich“, fügte er hinzu.

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Branchenkenner gehen davon aus, dass der Trend zum Flottenmanagement weiter wachsen wird, weil Unternehmen zunehmend das Management ihrer Fuhrparks in externe Hände geben, um Kosten zu sparen. Volkswagen bekommt durch LeasePlan zugleich Zugang zu Kunden auch anderer Fahrzeugmarken, denen der Konzern über seine Finanztochter Dienstleistungen von Versicherungen bis hin Bankdienstleistungen anbieten kann.

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