Finanzvorstand muss gehen
Beiersdorf muss sich neu ausrichten

Beiersdorf hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Der Nivea-Hersteller muss kostspielig umgebaut werden, weil das Pflege- und Kosmetikgeschäft schwächelt. Außerdem ersetzt er seinen Finanzchef. An der Börse geht die Aktie auf Talfahrt.
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HB HAMBURG. Beiersdorf investiert in den nächsten Jahren massiv in die Neuausrichtung seiner schwächelnden Kosmetiksparte. Bis 2012 sollen insgesamt 270 Millionen Euro in die Haut- und Körperpflegemarken wie Nivea, Eucerin, 8x4 oder Labello gesteckt werden, wie Beiersdorf am Freitag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mitteilte.

Dabei solle auch das Produktangebot gestrafft werden. Allein 120 Millionen Euro entfallen auf das laufende Jahr. Wegen des Aufwands kassierte der Vorstand die Gewinnprognose. Die operative Rendite (Ebit-Marge) des Konzerns werde bei neun (Vorjahr: 10,2) Prozent liegen und damit etwa zwei Prozentpunkte niedriger ausfallen als bisher für 2010 in Aussicht gestellt worden war.

Die Anleger an der Börse reagierten zurückhaltend auf die geplante Neuausrichtung. „Dass man für das Gesamtjahr zurückrudert und die Prognose scheinbar nebenbei kappt, passt den Anlegern überhaupt nicht“, sagte ein Händler. Die Beiersdorf-Aktie fiel um drei Prozent auf 45 Euro und zählte damit zu den größten Verlierern im Leitindex Dax.

Als Teil der Neuausrichtung beschloss das Management um Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas, das Make-Up-Geschäft in Deutschland einzustellen. Den anderen Regionen wurde überlassen, darüber eigenständig zu entscheiden. „Mit der Umsetzung des Maßnahmen- und Investitionspakets wird Beiersdorf noch wettbewerbsfähiger und profitabler“, erklärte Quaas. Die Klebstoffsparte Tesa ist von dem Umbau nicht betroffen.

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